Die technische Analyse umfasst zwei Ansätze: die grafische
und die numerische Analyse. Die erste Analyse beruht im wesentlichen auf der
einfachen Beobachtung der Kursmarken und der gehandelten Volumen sowie auf der
Existenz charakteristischer grafischer Formationen. Dagegen geht es bei der
zweiten Analyse um mathematische Berechnungen. Dadurch werden auf Grundlage der
Kurse - insbesondere der Schluss- und Spitzenwerte - technische Indikatoren
ermittelt.
Bei diesen Indikatoren wird zwischen zwei Typen
unterschieden, wobei beide Facetten der psychologischen Motive von Investoren
berücksichtigt werden. Zum einen handelt es sich um Tendenzindikatoren, die im
allgemeinen auf Durchschnittswerten beruhen, und zum andern um
Gegentendenzindikatoren, die im allgemeinen auf abgeleiteten Funktionen
beruhen.
Interessant sind technische Indikatoren auf Grund ihrer
Aussagekraft bezüglich künftiger Kursentwicklungen; dagegen bietet eine
grafische Analyse eine solche Möglichkeit meist erst dann, wenn sich die
Formationen zumindest teilweise schon gebildet haben. Dies trifft vor allem auf
Gegentendenzmodelle zu.


