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Der MACD

Der MACD

Einer der am häufigsten verwendeten technischen Indikatoren
ist der MACD. Dieser Indikator (Moving Average Convergence/Divergence) spiegelt
eine Differenz zwischen den exponenziell gleitenden Durchschnitten wider und
bezieht sich damit auf das möglicherweise vorherrschende Übergewicht einer
mittelfristigen Tendenz im Hinblick auf eine kurzfristige Tendenz.

Die dabei verwendeten exponenziellen gleitenden
Durchschnitte betragen jeweils 26 (Exponenzialkoeffizient 0,075) und 12 Tage
(Exponenzialkoeffizient 0,15).

Damit nun auch die Entwicklung der Tendenz eingeschätzt
werden kann, wird ein als Signallinie bezeichneter Indikator gebildet. Dieser
errechnet sich auf Grundlage eines neuen exponenziellen 9-Tage-Durchschnitts
(Koeffizient 0,20).

Mit diesem Indikator können drei Angaben gemacht werden:
die absolute Position des MACD, die Position zu seiner Signallinie und das
Vorhandensein von Divergenzen.

Auf erster Ebene lassen sich Überkauft- und
Überverkauftsituationen ausmachen. Beispielsweise zeigt ein sehr starker Anstieg
des MACD an, dass der gleitende 12-Tage-Durchschnitt stärker ansteigt als der
Wert für 26 Tage, was auf eine verstärkte kurzfristige Volatilität schließen
lässt. In dieser Hinsicht ist besonders auf eine Überschreitung der Null-Marke
zu achten.

Auf zweiter Ebene ist die Überschreitung der Signallinie
nach oben durch den MACD eines der Schlüsselelemente für Kaufpositionen -
insbesondere wenn dies an einer Marke erfolgt, an der sich der MACD wieder nach
oben bewegt (vgl. Grafik).

Schließlich können auf dritter Ebene innerhalb eines
bestimmten Zeitraums Divergenzen zwischen der Tendenz des MACD und derjenigen
des Kurses festgestellt werden. Dieses Phänomen äußert sich in einer Hausse oder
einer Baisse, die höher ausfällt als der MACD im Vergleich zur Schwankung des
Wertpapiers (vgl. Grafik).

 

 

le MACD