Frankfurt, 09. Mai (Reuters) - Mit Kursverlusten haben sich die europäischen Aktienmärkte in das Wochenende verabschiedet. Der Stoxx50<.STOXX50> schloss am Freitag 1,4 Prozent im Minus auf 3228 Zähler, und auch der EuroStoxx50<.STOXX50E> fiel um 1,4 Prozent auf 3802 Punkte. Besonders die Finanzwerte gerieten unter Druck, nachdem Versicherer auf beiden Seiten des Atlantiks mit schwachen Zahlen aufgewartet hatten. "Alles in einem ein ziemlich schwarzer Tag für Finanzwerte", sagte Commerzbank-Volkswirt Peter Dixon. Die jüngsten Kursgewinne in der Branche seien von vielen als übertrieben angesehen worden.
Besonders schlechte Zahlen von AIG<AIG.N> und der Allianz <ALVG.DE> trübten die Stimmung. Zurich<ZURN.VX> fielen daraufhin um 1,8 Prozent, Axa<AXAF.PA> um 1,9 Prozent und die Allianz-Aktie um ein Prozent. Auch die Bankenwerte gerieten in den Abwärtssog. Im Stoxx50 zählten Titel wie die der Royal Bank of Scotland<RBS.L> und von Barclays<BARC.L> mit Kursabschlägen von über zwei Prozent zu den größten Verlierern. Die heftigsten Verluste in dem europäischen Auswahlindex verzeichnete jedoch Sanofi-Aventis<SASY.PA>. 5,9 Prozent büßten die Aktien des Pharmakonzerns ein, nachdem Konkurrenten angekündigt hatten, Nachahmerprodukte des lukrativen Sanofi-Medikaments "Plavix" auf den Markt zu bringen.
Aus der Autobranche kamen schlechte Nachrichten aus Japan. Toyota<7203.T> enttäuschte mit seinen Geschäftszahlen, worauf der Index des europäischen Automobilsektors<.SXAP> um 1,3 Prozent fiel. Zudem drückte der Ölpreis besonders auf die Kurse all jener Unternehmen, die stark von dem Rohstoff abhängig sind. Air France<AIRF.PA> gaben so über drei Prozent nach, British Airways<BAY.L> sogar über vier Prozent. Auch am Freitag war die Rekordjagd des Ölpreises weitergegangen. Zeitweise mussten für das Barrel US-Öl über 126 Dollar gezahlt werden.
ltl/ban
(neu: Schlusskurse, weitere Händler-Kommentare, US-Börsen)
Frankfurt, 09. Mai (Reuters) - Schlechte Nachrichten aus der Finanz- und Automobilbranche haben den Anlegern am deutschen Aktienmarkt am Freitag die Stimmung verdorben. Auch der nicht enden wollende Höhenflug des Ölpreises sorgte für trübe Mienen. Vor dem Wochenende stieg der Preis für ein Barrel Öl auf über 125 Dollar. "Die Serie der Hiobsbotschaften reißt einfach nicht ab", sagte ein Händler.
Der Dax<.GDAXI> büßte bis zum Abend knapp ein Prozent auf 7003 Zähler ein und verlor damit in der abgelaufenen Woche rund 0,6 Prozent. Der Stoxx50<.STOXX50> schloss am Freitag 1,4 Prozent niedriger bei 3228 Zählern.
Auf den Finanzwerten lasteten vor allem die schlechten Zahlen von AIG<AIG.N>. Der weltgrößte Versicherer hatte einen Quartalsverlust in Rekordhöhe bekanntgegeben und eine 12,5 Milliarden Dollar schwere Kapitalerhöhung angekündigt. Die AIG-Titel fielen daraufhin um über acht Prozent. Das hinterließ auch am Gesamtmarkt Spuren: Zum Handelsschluss in Europa notierte der Dow-Jones-Index<.DJI> 0,7 Prozent niedriger, während der Nasdaq-Composite<.IXIC> um 0,2 Prozent nachgab.
ALLIANZ ENTTÄUSCHT - AUCH LINDE UNTER DRUCK
Für trübe Stimmung in Europa sorgten zudem die detaillierten Ergebnisse der Allianz<ALVG.DE>. Unerwartet hohe Verluste bei der Tochter Dresdner Bank verhagelten dem Münchener Finanzkonzern die Quartalsbilanz. Allianz-Aktien verloren ein Prozent auf 129,05 Euro. Europaweit waren Aktien der Finanzbranche nicht gefragt, im Stoxx50 zählten Titel wie die der Royal Bank of Scotland<RBS.L> und von Barclays<BARC.L> mit Kursabschlägen von über zwei Prozent zu den größten Verlierern. Die heftigsten Verluste in dem europäischen Auswahlindex verzeichnete jedoch Sanofi-Aventis<SASY.PA>. 5,9 Prozent büßten die Aktien des Pharmakonzerns ein, nachdem Konkurrenten angekündigt hatten, Nachahmerprodukte des lukrativen Sanofi-Medikaments "Plavix" auf den Markt zu bringen.
Aus der Autobranche kamen schlechte Nachrichten aus Japan. Toyota<7203.T> enttäuschte Anleger mit seinen Geschäftszahlen. Der Nettogewinn des japanischen Konzerns brach um mehr als 25 Prozent ein, und für das Gesamtjahr rechnet der Weltmarktführer erstmals seit sieben Jahren mit einem rückläufigen Nettogewinn. Der Index des europäischen Automobilsektors<.SXAP> gab 1,3 Prozent nach. Im Dax verloren die Titel von BMW<BMWG.DE> mit 4,2 Prozent Minus auf 36,12 Euro am stärksten, allerdings drückte ein Dividendenabschlag. Daimler<DAIGn.DE> gaben 0,9 Prozent auf 51,71 Euro nach.
Nach Vorlage der Zwischenbilanz von Linde<LING.DE> gerieten auch die Aktien der Industriegasefirma unter Druck. Sie sackten um 4,1 Prozent ab auf 92,15 Euro. Umsatz und operatives Ergebnis hätten unter den Erwartungen gelegen, sagten Experten. "Das zeigt, dass sich die Kreditkrise so langsam auch auf die Realwirtschaft auswirkt", sagte ein Börsianer. Sollte klar werden, dass Linde kein Einzelfall ist, dürfte es der Dax bald schwer haben. Daneben nutzten Händlern zufolge viele Anleger die Zahlen für Gewinnmitnahmen, da sich die Linde-Aktie in den vergangenen Monaten überdurchschnittlich entwickelt hatte.
FREITÄGLICHE GERÜCHTEKÜCHE BRODELT WIEDER
Neben Fakten sorgten wie so oft am Freitag Gerüchte für Gesprächsstoff auf dem Parkett. Am Markt wurde unter anderem herumgereicht, dass der französische Versorger EdF<EDF.PA> für E.ON<EONG.DE> bieten werde, falls er beim geplanten Verkauf von British Energy<BGY.L> nicht zum Zug komme. Ein anderes Gerücht besagte, der Finanzinvestor Blackstone<BX.N> wolle seinen Anteil an der Deutschen Telekom<DTEGn.DE> aufstocken. In beiden Fällen bezeichneten Börsianer den Wahrheitsgehalt der Spekulationen als eher gering. Die Aktien der Telekom sowie von E.ON zählten dennoch mit einem Plus von 0,5 Prozent auf 11,81 Euro und einem Prozent auf 126,96 Euro zu den größten Gewinnern im Dax.
ltl/zwi
((Kerstin Leitel <Redaktion Frankfurt +49 69 7565 1334, E-Mail: kerstin.leitel@reuters.com, Reuters Messaging: kerstin.leitel.reuters.com@reuters.net>))
* * * *
NEWS 2000 - Weitere Nachrichten, Kurse und Indikationen
durch Doppelklick auf die nachfolgenden Codes in Klammern:
<.GDAXI> - Frankfurter Dax-Index 30 Werte
<.MDAXI> - Frankfurter MDax-Index 50 Werte
<.GDAXHI> - Frankfurter Dax-Index 100 Werte
<.TECDAX> - Frankfurter Wachstumswerte
<.MCAPM> - Frankfurt MidCap-Index
<.CDAXX> - Frankfurter Composite-Dax
<.SDAXI> - Frankfurter Kleinwerteindex SDax
<0#.GDAXI> - Alle Dax-Werte im Überblick
<0#.MDAXI> - Alle MDax-Werte im Überblick
<0#.TECDAX> - Alle TecDax-Werte im Überblick
<0#.TECALL> - Alle Technologiewerte im Überblick
<0#CDAX.DE> - CDAX Branchenindizes (Xetra)
<0#FDX:> - Eurex DAX-Future
<.VDAX> - Dax-Volatilitätsindex
Marktübersicht: Präsenzbörse Xetra
Top Ten Umsatz <.AV.F> <.AV.DE>
Top Ten Kursbewegungen <.AT.F> <.AT.DE>
Börsenstatistik DAX <.ADD.F> <.ADD.DE>
Börsenstatistik MDAX <.AD.F> <.AD.DE>
Größte Kursgewinner DAX <.PG.DAX> <.PG.GDAXI>
Größte Kursverlierer DAX <.PL.DAX> <.PL.GDAXI>
Größte Kursgewinner MDAX <.PG.MDAX> <.PG.MDAXI>
Größte Kursverlierer MDAX <.PL.MDAX> <.PL.MDAXI>
Aktien im Blick: [GER-HOT]
Börsenrelevante Nachrichten: [GER-STX] [.FDE]
(neu: Schlusskurse, weitere Händler-Kommentare, US-Börsen)
Frankfurt, 09. Mai (Reuters) - Schlechte Nachrichten aus der Finanz- und Automobilbranche haben den Anlegern am deutschen Aktienmarkt am Freitag die Stimmung verdorben. Auch der nicht enden wollende Höhenflug des Ölpreises sorgte für trübe Mienen. Vor dem Wochenende stieg der Preis für ein Barrel Öl auf über 125 Dollar. "Die Serie der Hiobsbotschaften reißt einfach nicht ab", sagte ein Händler.
Der Dax<.GDAXI> büßte bis zum Abend knapp ein Prozent auf 7003 Zähler ein und verlor damit in der abgelaufenen Woche rund 0,6 Prozent. Der Stoxx50<.STOXX50> schloss am Freitag 1,4 Prozent niedriger bei 3228 Zählern.
Auf den Finanzwerten lasteten vor allem die schlechten Zahlen von AIG<AIG.N>. Der weltgrößte Versicherer hatte einen Quartalsverlust in Rekordhöhe bekanntgegeben und eine 12,5 Milliarden Dollar schwere Kapitalerhöhung angekündigt. Die AIG-Titel fielen daraufhin um über acht Prozent. Das hinterließ auch am Gesamtmarkt Spuren: Zum Handelsschluss in Europa notierte der Dow-Jones-Index<.DJI> 0,7 Prozent niedriger, während der Nasdaq-Composite<.IXIC> um 0,2 Prozent nachgab.
ALLIANZ ENTTÄUSCHT - AUCH LINDE UNTER DRUCK
Für trübe Stimmung in Europa sorgten zudem die detaillierten Ergebnisse der Allianz<ALVG.DE>. Unerwartet hohe Verluste bei der Tochter Dresdner Bank verhagelten dem Münchener Finanzkonzern die Quartalsbilanz. Allianz-Aktien verloren ein Prozent auf 129,05 Euro. Europaweit waren Aktien der Finanzbranche nicht gefragt, im Stoxx50 zählten Titel wie die der Royal Bank of Scotland<RBS.L> und von Barclays<BARC.L> mit Kursabschlägen von über zwei Prozent zu den größten Verlierern. Die heftigsten Verluste in dem europäischen Auswahlindex verzeichnete jedoch Sanofi-Aventis<SASY.PA>. 5,9 Prozent büßten die Aktien des Pharmakonzerns ein, nachdem Konkurrenten angekündigt hatten, Nachahmerprodukte des lukrativen Sanofi-Medikaments "Plavix" auf den Markt zu bringen.
Aus der Autobranche kamen schlechte Nachrichten aus Japan. Toyota<7203.T> enttäuschte Anleger mit seinen Geschäftszahlen. Der Nettogewinn des japanischen Konzerns brach um mehr als 25 Prozent ein, und für das Gesamtjahr rechnet der Weltmarktführer erstmals seit sieben Jahren mit einem rückläufigen Nettogewinn. Der Index des europäischen Automobilsektors<.SXAP> gab 1,3 Prozent nach. Im Dax verloren die Titel von BMW<BMWG.DE> mit 4,2 Prozent Minus auf 36,12 Euro am stärksten, allerdings drückte ein Dividendenabschlag. Daimler<DAIGn.DE> gaben 0,9 Prozent auf 51,71 Euro nach.
Nach Vorlage der Zwischenbilanz von Linde<LING.DE> gerieten auch die Aktien der Industriegasefirma unter Druck. Sie sackten um 4,1 Prozent ab auf 92,15 Euro. Umsatz und operatives Ergebnis hätten unter den Erwartungen gelegen, sagten Experten. "Das zeigt, dass sich die Kreditkrise so langsam auch auf die Realwirtschaft auswirkt", sagte ein Börsianer. Sollte klar werden, dass Linde kein Einzelfall ist, dürfte es der Dax bald schwer haben. Daneben nutzten Händlern zufolge viele Anleger die Zahlen für Gewinnmitnahmen, da sich die Linde-Aktie in den vergangenen Monaten überdurchschnittlich entwickelt hatte.
FREITÄGLICHE GERÜCHTEKÜCHE BRODELT WIEDER
Neben Fakten sorgten wie so oft am Freitag Gerüchte für Gesprächsstoff auf dem Parkett. Am Markt wurde unter anderem herumgereicht, dass der französische Versorger EdF<EDF.PA> für E.ON<EONG.DE> bieten werde, falls er beim geplanten Verkauf von British Energy<BGY.L> nicht zum Zug komme. Ein anderes Gerücht besagte, der Finanzinvestor Blackstone<BX.N> wolle seinen Anteil an der Deutschen Telekom<DTEGn.DE> aufstocken. In beiden Fällen bezeichneten Börsianer den Wahrheitsgehalt der Spekulationen als eher gering. Die Aktien der Telekom sowie von E.ON zählten dennoch mit einem Plus von 0,5 Prozent auf 11,81 Euro und einem Prozent auf 126,96 Euro zu den größten Gewinnern im Dax.
ltl/zwi
((Kerstin Leitel <Redaktion Frankfurt +49 69 7565 1334, E-Mail: kerstin.leitel@reuters.com, Reuters Messaging: kerstin.leitel.reuters.com@reuters.net>))
* * * *
NEWS 2000 - Weitere Nachrichten, Kurse und Indikationen
durch Doppelklick auf die nachfolgenden Codes in Klammern:
<.GDAXI> - Frankfurter Dax-Index 30 Werte
<.MDAXI> - Frankfurter MDax-Index 50 Werte
<.GDAXHI> - Frankfurter Dax-Index 100 Werte
<.TECDAX> - Frankfurter Wachstumswerte
<.MCAPM> - Frankfurt MidCap-Index
<.CDAXX> - Frankfurter Composite-Dax
<.SDAXI> - Frankfurter Kleinwerteindex SDax
<0#.GDAXI> - Alle Dax-Werte im Überblick
<0#.MDAXI> - Alle MDax-Werte im Überblick
<0#.TECDAX> - Alle TecDax-Werte im Überblick
<0#.TECALL> - Alle Technologiewerte im Überblick
<0#CDAX.DE> - CDAX Branchenindizes (Xetra)
<0#FDX:> - Eurex DAX-Future
<.VDAX> - Dax-Volatilitätsindex
Marktübersicht: Präsenzbörse Xetra
Top Ten Umsatz <.AV.F> <.AV.DE>
Top Ten Kursbewegungen <.AT.F> <.AT.DE>
Börsenstatistik DAX <.ADD.F> <.ADD.DE>
Börsenstatistik MDAX <.AD.F> <.AD.DE>
Größte Kursgewinner DAX <.PG.DAX> <.PG.GDAXI>
Größte Kursverlierer DAX <.PL.DAX> <.PL.GDAXI>
Größte Kursgewinner MDAX <.PG.MDAX> <.PG.MDAXI>
Größte Kursverlierer MDAX <.PL.MDAX> <.PL.MDAXI>
Aktien im Blick: [GER-HOT]
Börsenrelevante Nachrichten: [GER-STX] [.FDE]
Zürich, 09. Mai (Reuters) - Die anhaltende Talfahrt der Aktien hat am Freitag den Franken-Obligationen weiteren Auftrieb verliehen. Der von Rekord zu Rekord eilende Ölpreis und neuerlich schlechte Nachrichten aus dem Finanzbereich sorgten für steigende Konjunktur- und Kreditängste und damit für zunehmende Nachfrage nach sicheren Anleihen.
Die Investoren richteten ihren Blick wieder hin zu den Staatsanleihen und anderen erstklassigen Schuldner und weg von den Unternehmensanleihen. Das machte auch die Eidgenossen teurer und die Renditen gingen zurück.
Zuletzt hatten vor allem ausländische Unternehmen die Beruhigung an den Aktienmärkten ausgenützt und am Schweizer Markt neue Papiere aufgelegt, die auch meist gut absorbiert wurden. Wenn nun aber die Unsicherheit anhält, könnte die Emissionstätigkeit mangels Nachfrage versiegen und die Emissionsbanken hätten erst einmal das nachsehen.
Noch sind aber offenbar Papiere in der Pipeline. Der Mischkonzern GE<GE.N> soll die 3-1/8 Prozent Anleihe 2011 um 100 Millionen sfr aufstocken. Und der Warenprüf- und Inspektionskonzern SGS<SGSN.VX> sei dabei eine Wandelanleihe über 50 Millionen sfr vorzubereiten, hiess es.
Der Juni-Conf <CONFc1>, der am Vortag mehr als 80 Ticks gewonnen hatte, stieg um weitere 53 Basispunkte auf 124,94 Prozent. Der Umsatz betrug 1700 Kontrakte. Der Conf bewegt sich seit rund einem Jahr in einem Seitwärtskanal zwischen 123 und 127,50 Prozent.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) bot bei ihrer täglichen Repoauktion weiterhin Liquidität für eine Woche zu 1,90 Prozent an. Der zehnjährige Kassazinssatz sank auf 3,12 (3,19) Prozent. Der dreimonatige Liborsatz sank auf 2,775 von 2,7833 Prozent.
Für die Eidgenossen wurden folgende Renditen genannt:
Anleihe Rendite Vortag
4,25 Prozent 2017 2,99 3,06
3,0 Prozent 2018 3,02 3,08
3,0 Prozent 2019 3,09 3,16
2,25 Prozent 2020 3,17 3,23
Sfr-Swaps Zinssatz
2 Jahre 2,93/3,01 2,95/3,03
5 Jahre 3,098/3,17 3,12/3,20
10 Jahre 3,39/3,47 3,44/3,52
rpk/ajs
((Rupert Pretterklieber - Redaktion Swiss Investor News, Tel: +41 58 306 7313, Fax: +41 44 251 0476, Mail: rupert.pretterklieber@reuters.com))
Zürich, 09. Mai (Reuters) - Die anhaltende Talfahrt der Aktien hat am Freitagvormittag der Schweizer Obligationenbörse weiteren Auftrieb verliehen. Die neuerlich schlechten Nachrichten aus dem Finanzbereich sorgten für eine zunehmende Nachfrage nach den sicheren Anleihen. Im Gegensatz zu Anfang Woche wurden wieder Staatsanleihen und andere erstklassige Schuldner den Unternehmensanleihen vorgezogen.
Sollte dieser Trend anhalten, dürfte sich das Geschehen im Graumarkt rasch wieder beruhigen und sich das Emissionsfenster wieder schliessen. Zuletzt hatten verschiedene vor allem ausländische Unternehmen die Beruhigung an den Aktienmärkten ausgenützt und neue Papiere aufgelegt, die auch meist gut absorbiert wurden.
Der Mischkonzern GE<GE.N> solle die 3-1/8 Prozent Anleihe 2011 um 100 Millionen sfr aufstocken.
Und der Warenprüf- und Inspektionskonzern SGS<SGSN.VX> sei dabei eine Wandelanleihe über 50 Millionen sfr vorzubereiten, hiess es.
Dass die Eidgenossen im Vergleich zu anderen Bondsegmenten immer "teurer" werden, liegt Händlern zufolge mehr an den schwachen Aktienbörsen als daran, dass die Eidgenössische Finanzverwaltung die für die kommende Woche vorgesehene Anleihen-Auktion wegen der guten Finanzlage des Bundes ausfallen lässt.
Der Juni-Conf <CONFc1> stieg bis am Mittag um weitere 46 Basispunkte auf 124,87 Prozent. Der Umsatz betrug 630 Kontrakte.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) bot bei ihrer täglichen Repoauktion weiterhin Liquidität für eine Woche zu 1,90 Prozent an. Der zehnjährige Kassazinssatz sank auf 3,12 (3,19) Prozent.
Das Risikobarometer Traxx Crossover Index <ITCRS5EA=GFI> zog erneut leicht an auf 467 (465) Punkte.
HÄNDLERKOMMENTARE
*"Alles was so gut ist wie Eidgenossen wird teurer und teuerer und den Rest will keiner."
*" Wenn das so weitergeht und der Itraxx weiter steigt, ist das Emissionsfenster rasch wieder zu."
* "Inflation scheint wieder in den Hintergrund zu rücken. Alle starren auf die Aktien."
Für die Eidgenossen wurden folgende Renditen genannt:
Anleihe Rendite Vortag
4,25 Prozent 2017 2,99 3,06
3,0 Prozent 2018 3,02 3,08
3,0 Prozent 2019 3,09 3,16
2,25 Prozent 2020 3,17 3,23
Sfr-Swaps Zinssatz
2 Jahre 2,91/2,99 2,95/3,03
5 Jahre 3,08/3,16 3,12/3,20
10 Jahre 3,39/3,47 3,44/3,52
rpk/och
((Rupert Pretterklieber - Redaktion Swiss Investor News, Tel: +41 58 306 7313, Fax: +41 44 251 0476, Mail: rupert.pretterklieber@reuters.com))
Next: Guten Morgen, Wien - 9. Mai 2008