Frankfurt, 26. Mai (Reuters) - Anleger haben zu Wochenbeginn trotz der Spitzel-Affäre bei Aktien der Deutschen Telekom<DTEGn.DE> zugegriffen. In einem umsatzarmen Handel stieg die T-Aktie um 1,7 Prozent und war damit größter Gewinner im Dax<.GDAXI>. Da die Börsen in London und New York am Montag geschlossen sind, gab es Marktteilnehmern zufolge wenig Impulse für das Handelsgeschehen in Deutschland. Weitgehend auf sich allein gestellt pendelte der Leitindex lange Zeit rund um seinen Schlusskurs von Freitag. Gegen Mittag notierte der Dax 0,1 Prozent im Plus bei 6951 Zählern.
Händler erklärten den Kursanstieg bei der Telekom vor allem mit spekulativen Geschäften. "Die Aktie wird als extrem billig angesehen, und bei diesen dünnen Umsätzen heute lässt sich der Kurs leicht nach oben schieben", sagte ein Börsianer. "Die jüngsten Nachrichten sind zwar überhaupt nicht gut, beeinflussen aber nicht das Ergebnis", sagte ein weiterer Händler. Die Telekom hatte am Wochenende eingeräumt, Daten missbraucht zu haben. Einem Bericht des "Spiegel" zufolge hat der Konzern mehr als ein Jahr lang Telefonate von Managern und Journalisten observiert. Marktteilnehmern zufolge wurde allerdings positiv aufgenommen, dass Telekom-Chef Rene Obermann mit Konsequenzen gedroht und sich um Schadensbegrenzung bemüht hat. "Das ist eine Aktion reiner Tisch zur Vertrauensbildung", urteilte ein Händler. "Man nimmt dem Obermann wohl ob, dass jetzt alles mit rechten Dingen zugeht", sagte ein weiterer Börsianer.
Zu den größten Gewinnern im Dax gehörten die Aktien der Immobilienbank Hypo Real Estate<HRXG.DE> mit einem Plus von 1,6 Prozent auf 21,54 Euro. "Es geht wohl so langsam an die 22,50 Euro ran, die JC Flowers geboten hat. Das wirkt noch nach", sagte ein Händler. Der Finanzinvestor hatte am Freitag das Übernahmeangebot für die angestrebte Beteiligung von maximal 24,9 Prozent an dem Münchener Konzern vorgelegt.
Als Belastungsfaktoren wirkten nach den Worten von Börsianern weiterhin der hohe Ölpreis<OILOIL> und der teure Euro<EUR=>. Sie drückten insbesondere auf die Kurse von Aktien aus der Autobranche. Daimler<DAIGn.DE>, BMW<BMWG.DE> und Volkswagen<VOWG.DE> verloren jeweils rund ein Prozent.
NORDEX NACH ZAHLEN GEFRAGT - DEMAG CRANES UNTER DRUCK
Bei den Technologie-Werten im TecDax<TECDAX> gehörten die Aktien des Windanlagenbauers Nordex<NDXGk.DE> mit einem Plus von drei Prozent zu den größten Gewinnern. Analysten bewerteten es positiv, dass Nordex trotz eines Rückgangs der operativen Umsatzrendite zum Jahresstarts seine Ziele für 2008 bekräftigt hat.
Dagegen bildeten die Aktien des Kranherstellers Demag Cranes<D9CGn.DE> im Nebenwerte-Index MDax<.MDAXI> mit einem Minus von sechs Prozent auf rund 35 Euro das Schlusslicht. "Die Titel sind zuletzt gut gelaufen und da ist es ganz gesund, jetzt ein paar Gewinne mitzunehmen", sagte ein Börsianer. Mitte März kosteten die Titel noch knapp 25 Euro.
saf/ban
((Stefan Schaaf<Redaktion Frankfurt +49 69 7565 1271, E-Mail: stefan.Schaaf@reuters.com, Reuters Messaging: stefan.schaaf.reuters.com@reuters.net>))
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Aktien im Blick: [GER-HOT]
Börsenrelevante Nachrichten: [GER-STX] [.FDE]
Frankfurt, 26. Mai (Reuters) - Der deutsche Aktienmarkt hat zum Wochenauftakt seine Verluste von Freitag leicht ausgeweitet. Der Dax<.GDAXI> verlor in den ersten Handelsminuten 0,1 Prozent auf 6938 Punkte. Börsianer erwarten für den Handel kaum Impulse, da die Märkte in London und New York geschlossen sind. Belastend wirkten Kursverluste an den asiatischen Märkten.
Größter Gewinner im Dax waren die Aktien der Postbank <DPBGn.DE> mit einem Aufschlag von einem Prozent. Postbank-Chef Wolfgang Klein rechnet mit dem Abschluss des Verkaufsverfahrens für das Institut bis Herbst.
Die Titel des Chiphersteller Infineon<IFXGn.DE> stiegen um 0,5 Prozent. "Es gibt die Spekulation, dass KKR[KKR.UL] den Konkurrenten NXP gegen eine Kapitalerhöhung einbringt und damit größter Infineon-Aktionär wird", verwies ein Börsianer auf Medienberichte.
Die Aktien des Windanlagenherstellers Nordex<NDXGk.DE> konnten zunächst nicht von einem Gewinnsprung im ersten Quartal profitieren und verloren zu Handelsbeginn drei Prozent. Die Analysten von Nordex verwiesen auf den Rückgang der operativen Marge.
saf/axh
((Stefan Schaaf<Redaktion Frankfurt +49 69 7565 1271, E-Mail: stefan.Schaaf@reuters.com, Reuters Messaging: stefan.schaaf.reuters.com@reuters.net>))
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Frankfurt, 26. Mai (Reuters) - Der Dax<.GDAXI> wird wohl mit einem leichten Minus in die neue Woche starten. Banken und Broker sehen den Leitindex eine halbe Stunde vor Börseneröffnung am Montag 0,2 Prozent unter dem Schlussstand von Freitagabend von 6944 Punkten.
"Es wird nicht viel passieren. An den Märkten in New York und London ist niemand da, und aufsehenerregende Makro-Daten sind auch nicht zu erwarten", prognostizierte Marktanalyst Heino Ruland von FrankfurtFinanz. Am Montag sind die US-Börsen und die Märkte in London wegen eines Feiertags geschlossen. Belastet werden dürfte der deutsche Markt von Kursverlusten an der Börse in Tokio. Hier hatte der Nikkei-Index<.N225> 2,3 Prozent tiefer geschlossen.
Für Gesprächsstoff am Parkett dürfte der Chiphersteller Infineon<IFXGn.DE> sorgen. "Es gibt die Spekulation, dass KKR [KKR.UL]den Konkurrenten NXP gegen eine Kapitalerhöhung einbringt und damit größter Infineon-Aktionär wird", sagte ein Börsianer unter Hinweis auf Medienberichte. Die Infineon-Aktie notierte vorbörslich leicht im Minus.
Gefragt waren die Titel der Postbank<DPBGn.DE>, die 0,9 Prozent höher gesehen wurden. Konzernchef Wolfgang Klein rechnet mit dem Abschluss des Verkaufsverfahrens für das Institut bis Herbst.
Dagegen könnten die Aktien der Münchener Rück<MUVGn.DE> nach Einschätzung von Börsianern etwas unter Druck kommen, nachdem US-Investor Warren Buffett in einem Interview erklärt hat, er sehe seine Beteiligung sei nicht als dauerhaft an.
Die Aktien des Windanlagenherstellers Nordex<NDXGk.DE> können zunächst nicht von einem Gewinnsprung im ersten Quartal profitieren. Beim Brokerhaus Lang & Schwarz werden sie knapp fünf Prozent tiefer gesehen.
saf/axh
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Guten Morgen, liebe Leute !
Im Folgenden das Wichtigste für Ihren Tag, eine Übersicht
über notierte Firmen in den Zeitungen bzw. die internationalen
Vorgaben.
Schönen Tag noch. GLD
WIENER AKTIEN IM BLICK
* Quartalszahlen der Warimpex<WXFB.VI>.
* Dividendenabschlag bei Telekom Austria<TELA.VI>, 0,75 Euro
* Ex-Dividende bei Semperit<SMPV.VI> - 1,95 Euro je Aktie.
* Hauptversammlung der Plaut<PLAUk.DE>
* phion<PHIO.VI> liefert die vorläufige Bilanz 2007/08
* Handelsstart von C-Quadrat<C8I.VI> in Wien
FINANZNACHRICHTEN IN DER PRESSE
* Die zur OMV<OMVV.VI> gehörende Borealis investiert
Milliarden Dollar in den Ausbau der Produktionskapazität in den
Vereinigten Arabischen Emiraten. Bislang verdient der
Kunststoffproduzent gut, der hohe Ölpreis kann an die Kunden
weitergegeben werden, sagt Borealis-Chef Mark Garrett im
Interview mit dem "Standard".
* Investor Martin Schlaff lässt von seinem Sprecher das
Gerücht dementieren, er wolle seine Beteiligung bei RHI<RHIV.VI>
verkaufen und bei der Telekom Austria<TELA.VI> einsteigen, so
der "Standard".
* Der AUA-Betriebsrat<AUAV.VI> Alfred Junghans stellt
AUA-Chef Alfred Ötsch infrage und ortet bei Air France/KLM
"geografische Vorteile" für die AUA, so der "Standard". Eine
außerordentliche Aufsichtsratssitzung soll sich am 9. Juni der
Partnerfrage widmen.
* Die voestalpine<VOES.VI> will sieben Milliarden Euro in
ein zweites Stahlwerk investieren. Von den zehn infrage
kommenden Standorten rittern noch zwei darum: Constanta in
Rumänien und Odessa auf der Krim. Wegen geringer Umweltauflagen
und damit Kosten hat die Ukraine die Nase vorn, aber dort will
ein Oligarch mit von der Partie sein, so der "Kurier".
* Partnersuche für die AUA<AUAV.VI>: Wirtschaftskammerchef
Christoph Leitl spricht sich für die arabische Emirates als
Partner aus, Strabag-Chef<STRV.VI> Hans-Peter Haselsteiner für
die russische Aeroflot, Niki Lauda für die Lufthansa, schreibt
der "Kurier".
* Der Baukonzern Strabag<STRV.VI> investiert 100 Millionen
Euro, um 600 Waggons und 20 Loks anzuschaffen. Damit sollen beim
Transport der Rohstoffe 25000 Lkw-Fahrten pro Jahr gespart
werden, so das "Wirtschaftsblatt".
* Der Interessensverband für Anleger wird eine Strafanzeige
gegen Mitglieder des Board of Directors von Meinl European Land
<MELV.VI> einbringen. Im Zusammenhang mit den Aktienrückkäufen
2007 wird Georg Kucian, Karel Römer und Heinrich Schwägler
Untreue vorgeworfen, so "Profil".
* Strabag<STRV.VI> bestätigte Interesse an der Schweizer
Implenia, schreibt "Österreich".
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* HAUPTVERSAMMLUNGSKALENDER, Doppelklick auf: [HV/AT]
* UNTERNEHMENSERGEBNIS-KALENDER, Doppelklick auf: [RES/AT]
* Hauptübersicht REUTERS ÖSTERREICH, Doppelklick auf: <AT/MENU>
* JÜNGSTE ANALYSEN Zu ATX Prime-Firmen [RCH/AT]
DIE VORGABEN:
Euro/Dollar 1,5756 <EUR=>
* In Fernost hat der Euro etwas fester tendiert. "Der Dollar
bleibt weiterhin unter Druck, viele Investoren suchen nur nach
einer guten Gelegenheit zum Verkauf der US-Währung", sagte
Analyst Tsutomu Soma von Okasan Securities.
Zusatzinfo zum Devisenmarkt unter: [GER-FRX] [USD/LDE]
Dow Jones 12.479 - minus 1,16 Prozent <.DJI>
Nasdaq 2444 - minus 0,81 Prozent <.IXIC>
S&P-500 1375 - minus 1,32 Prozent <.SPX>
* Die Aufmerksamkeit der US-Aktienmärkte bleibt auch in der
neuen Woche auf den Ölpreis und die Inflationsgefahr gerichtet.
Am Montag bleiben die US-Märkte wegen Feiertags geschlossen.
* An den US-Kreditmärkten stiegen am Freitag zehnjährige
Staatsanleihen um 18/32 auf 100-5/32. Sie rentierten mit 3,854
Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 25/32 auf 96-23/32 und
hatten eine Rendite von 4,577 Prozent.
Zusatzinfo zum US-Markt unter: [.NDE][US-STX][US-DBT]
Nikkei 13.686 - minus 2,33 Prozent <.N225>
Topix 1346 - minus 2,20 Prozent <.TOPX>
* Exporteure wie Canon<7751.T> bekamen einen Kursanstieg des
Yen zu spüren und rutschten in den Keller. Zu den Verlierern
zählten außerdem Bankentitel, da Anleger weitere Verluste im
Zuge der Kreditmarktkrise befürchteten.
Zusatzinfo zum japanischen Aktienmarkt unter:
[.TDE][JP-STX][HK-STX]
DAX-INDIKATION (vom Vorabend):
Deutsche Bank 6939 <DBDAX>
Citigroup 6946 <CIWU>
Lang & Schwarz 6947 <DAX=LUSG>
Late-Dax 6943,40 <.GDAXIL>
Dax 6944,05 <.GDAXI>
Bund-Future 113,06 <FGBLc1>
Eonia 4,024 Prozent <EONIA=>
Brent 132,05 - plus 48 Cent <LCOc1>
Light Crude 132,85 - plus 66 Cent <CLc1>
Gold 926,25 <XAU=>
Kupfer 8235,0 <MCU3>
BLICKPUNKT ZENTRALBANKEN, KONJUNKTUR UND WIRTSCHAFTSPOLITIK:
* EZB-Präsident Jean-Claude Trichet hält die Folgen der
Finanzmarktkrise sowie des Preisanstiegs bei Rohstoffen und
Lebensmitteln für noch nicht ausgestanden, wie er dem "Wall
Street Journal" sagte.
INDIKATOREN DES TAGES:
Keine relevanten Indikatoren vorgemerkt
Zusatzinfo unter: [GER-ECI] <G7TODAY>
((--FINANZDIENST ÖSTERREICH, +431 531 12 270,
vienna.newsroom@reuters.com))
Zürich, 23. Mai (Reuters) - Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat zum ersten Mal signalisiert, dass sie einer Bank im Falle einer schweren, das System bedrohenden Krise beistehen würde.
In einem solchen ausserordentlichen Fall könnte eine Notenbank für begrenzte Zeit Aktiva von privaten Banken übernehmen und einem Institut so helfen, seine Bilanz zu bereinigen, sagte SNB-Präsident Jean Pierre Roth am Freitag in einer Rede auf einem Seminar in Genf laut Redetext.
"In ausserordentlichen Fällen und mit der Zustimmung der politischen Behörden könnten sie (Notenbanken) gezwungen sein, Bilanzpositionen des Privatsektors für eine begrenzte Zeit auf die eigenen Bücher zu nehmen", erklärte Roth.
Roth skizzierte damit einen Weg, den die Bank von England und auch die amerikanische Notenbank Fed im Verlauf der Kreditkrise bereits eingeschlagen haben.
In der Schweiz mussten die beiden systemrelevanten Grossbanken UBS mit knapp 40 Milliarden Franken und Credit Suisse mit grössenordnungsmässig zehn Milliarden Franken ebenfalls Abschreibungen vornehmen.
Mit ihrer soliden Ausstattung mit Kapital und Reserven könne die SNB Risiken übernehmen, wenn die Finanzstabilität im Lande bedroht sei, sagte Roth weiter. In Krisenzeiten sei die Bewahrung der Systemstabilität weitaus wichtiger als etwa ein Ertragsziel der Notenbank.
Allerdings wolle keine Notenbank in den Verdacht kommen, dass sie zu der Sozialisierung von Verlusten des Privatsektors Hand bieten wolle. Und sie müsse auch darauf achten, dass sie mit ihren Massnahmen - einschliesslich möglicher Liquiditätsspritzen - nicht die Inflation anheize.
Die SNB unterstütze die Bestrebungen der Bankenaufsicht EBK für eine bessere Kapitalausstattung der Banken als Puffer gegen mögliche Verluste, sagte Roth weiter.
Am Donnerstag hat UBS ihre zweite Kapitalerhöhung in diesem Jahr eingeleitet, die der Bank mehr als 15 Milliarden Franken neues Kapital bringen soll aber auch mit einer kräftigen Verwässerung verbunden ist.
ajs/och
((Redaktion Swiss Investor News, Tel: +41 58 306 7342, Fax: +41 44 251 0476, Mail: zurich.newsroom@news.reuters.com))
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