Zürich, 23. Mai (Reuters) - Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat zum ersten Mal signalisiert, dass sie einer Bank im Falle einer schweren, das System bedrohenden Krise beistehen würde.
In einem solchen ausserordentlichen Fall könnte eine Notenbank für begrenzte Zeit Aktiva von privaten Banken übernehmen und einem Institut so helfen, seine Bilanz zu bereinigen, sagte SNB-Präsident Jean Pierre Roth am Freitag in einer Rede auf einem Seminar in Genf laut Redetext.
"In ausserordentlichen Fällen und mit der Zustimmung der politischen Behörden könnten sie (Notenbanken) gezwungen sein, Bilanzpositionen des Privatsektors für eine begrenzte Zeit auf die eigenen Bücher zu nehmen", erklärte Roth.
Roth skizzierte damit einen Weg, den die Bank von England und auch die amerikanische Notenbank Fed im Verlauf der Kreditkrise bereits eingeschlagen haben.
In der Schweiz mussten die beiden systemrelevanten Grossbanken UBS mit knapp 40 Milliarden Franken und Credit Suisse mit grössenordnungsmässig zehn Milliarden Franken ebenfalls Abschreibungen vornehmen.
Mit ihrer soliden Ausstattung mit Kapital und Reserven könne die SNB Risiken übernehmen, wenn die Finanzstabilität im Lande bedroht sei, sagte Roth weiter. In Krisenzeiten sei die Bewahrung der Systemstabilität weitaus wichtiger als etwa ein Ertragsziel der Notenbank.
Allerdings wolle keine Notenbank in den Verdacht kommen, dass sie zu der Sozialisierung von Verlusten des Privatsektors Hand bieten wolle. Und sie müsse auch darauf achten, dass sie mit ihren Massnahmen - einschliesslich möglicher Liquiditätsspritzen - nicht die Inflation anheize.
Die SNB unterstütze die Bestrebungen der Bankenaufsicht EBK für eine bessere Kapitalausstattung der Banken als Puffer gegen mögliche Verluste, sagte Roth weiter.
Am Donnerstag hat UBS ihre zweite Kapitalerhöhung in diesem Jahr eingeleitet, die der Bank mehr als 15 Milliarden Franken neues Kapital bringen soll aber auch mit einer kräftigen Verwässerung verbunden ist.
ajs/och
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Zürich, 20. Mai (Reuters) - Das Interesse an den Dollar-Repotransaktionen der Schweizerischen Nationalbank (SNB) ist nicht mehr ganz so gross wie früher. Die Gebote für die Auktion am Dienstag beliefen sich nach SNB-Angaben auf 7,68 Milliarden Dollar. Das waren gut zwei Milliarden Dollar weniger als im vorangegangenen Geschäft vom 6. Mai.
Wie angekündigt teilte die Notenbank sechs Milliarden Dollar für 28 Tage zu. Der marginale Zinssatz lag bei 2,00 Prozent und der volumengewichtete Durchschnittssatz bei 2,08 Prozent. In der davorliegenden Auktion hatte der Durchschnittssatz 2,41 Prozent betragen.
An der Auktion hatten sich elf Geldhäuser beteiligt. Vor zwei Wochen waren es zehn Banken gewesen.
par/ajs
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Zürich, 20. Mai (Reuters) - Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat am Dienstag den Mindestbietungssatz für die angekündigte Dollar-Repoauktion mit 1,99 Prozent festgesetzt. Die SNB will, wie bereits bekannt, maximal sechs Milliarden Dollar anbieten.
och
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Zürich, Mai 19 (Reuters) - Philipp Hildebrand, Direktoriumsmitglied der Schweizerischen Nationalbank (SNB): * Schweizer Aufsichtsbehörden arbeiten an speziellen Vorschriften für die beiden Grossbanken
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Zürich, Mai 19 (Reuters) - Philipp Hildebrand, Direktoriumsmitglied der Schweizerischen Nationalbank (SNB): * Sind in der zweiten Hälfte der Kreditkrise * Grosse Unsicherheit umgibt Prognosen für die kommenden Jahre * Kapitalmassnahmen der UBS <UBSN.VX> sind genau richtig
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