London, 08. Mai (Reuters) - Die britische Notenbank hat am Donnerstag ihren Leitzins wie an den Finanzmärkten erwartet bei fünf Prozent belassen. Das Gros der von Reuters vorab befragten Analysten hatte mit dieser Entscheidung gerechnet. Allerdings waren nach schwachen Daten aus dem Dienstleistungssektor, der rund drei Viertel der Wirtschaftsleistung des Landes ausmacht, zuletzt auch Stimmen laut geworden, die eine weitere Lockerung der Geldpolitik nicht ausgeschlossen hatten. Auch die Lage am britischen Hypothekenmarkt hatte sich in den vergangenen Wochen weiter verschlechtert.
Die Londoner Zentralbank hatte den Leitzins noch im April um einen Viertel Prozentpunkt gesenkt, um die von der Finanzkrise in Mitleidenschaft gezogene Konjunktur zu stützen.
afr/sam
London, 01. Mai (Reuters) - Das Ausmaß der Verluste im Zuge der weltweiten Finanzkrise könnte nach Einschätzung der Bank von England (BoE) weniger verheerend sein als bislang angenommen. Aktuelle Schätzungen, wonach sich die Abschreibungen der Geldhäuser rund um den Globus auf insgesamt fast 400 Milliarden Dollar belaufen dürften, seien möglicherweise deutlich zu hoch angesetzt, teilte die britische Notenbank am Donnerstag in ihrem halbjährlichen Bericht zur Finanzstabilität mit. Realistischer sei wohl ein Wert von ungefähr 170 Milliarden Dollar, hieß es darin. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hatte zuletzt sogar prognostiziert, dass sich die Verluste am Ende auf rund eine Billion Dollar belaufen könnten.
kat/amc
London, 10. Apr (Reuters) - Die Bank von England hat den Leitzins wie von Experten erwartet auf 5,0 Prozent gesenkt. Die Notenbanker schleusten am Donnerstag den Schlüsselzins um 25 Basispunkte nach unten. Der Zinsabstand zur Euro-Zone verringert sich damit auf einen Prozentpunkt, womit Anlagen in Pfund weniger attraktiv werden. Mit der dritten Senkung seit Dezember stützt die Zentralbank die von der Finanzkrise gebeutelte Wirtschaft weiter. Zuletzt hatten sich die Wachstumsaussichten Großbritanniens im Zuge der von den USA ausgehenden Finanz- und Immobilienkrise immer weiter eingetrübt.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) sagt dem Land nur noch eine Wachstumsrate von 1,6 Prozent voraus. Dies wäre die schwächste konjunkturelle Dynamik seit über zehn Jahren. Die Märkte hatte zuletzt ein kräftiger Verfall der Häuserpreise aufgeschreckt, die im März um 2,5 Prozent nachgaben. Der Rückgang war damit so stark wie seit Anfang der 90er Jahren nicht mehr, als das Land tief in einer Rezession steckte.
Die britischen Banken haben zudem ihre Kreditvergabepraxis in den vergangenen Monaten trotz sinkender Leitzinsen nach Ansicht von Experten nicht merklich gelockert. Aus Verunsicherung über das Ausmaß der Finanzkrise horten die Geschäftsbanken ihr Geld und verleihen es kaum noch an andere Institute.
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