Tokio, 30. Apr (Reuters) - Die japanische Notenbank BOJ hat nach Veröffentlichung von schwachen Zahlen zur Industrieproduktion ihre Wachstumsprognose gesenkt. Für das bis März 2009 laufende Fiskaljahr rechne die BOJ nur noch mit einem Wirtschaftswachstum von 1,5 Prozent statt bislang 2,1 Prozent, wie die Zentralbank am Mittwoch mitteilte.
Die Industrieproduktion in Japan war im März zum Vormonat stark gesunken. Nach Angaben des Ministeriums für Wirtschaft, Handel und Industrie fiel die Produktion um 3,1 Prozent. Das war der höchste monatliche Rückgang seit mindestens fünf Jahren. Analysten hatten lediglich mit einer Abschwächung von 0,8 Prozent gerechnet.
Zugleich warnte die BOJ angesichts der Auswirkungen der Kreditkrise auf die japanische Volkswirtschaft vor höchst unsicheren Zeiten. Darüber hinaus erhöhte die Bank von Japan ihre Inflationsprognose deutlich auf 1,1 Prozent von zuvor 0,4 Prozent. Zur Begründung führte die Notenbank das schwache Wirtschaftswachstum sowie die steigenden Öl- und Nahrungsmittelpreise an.
Den Leitzins beließ die BOJ bei ihrer Sitzung am Mittwoch bei 0,5 Prozent. Die Entscheidung sei einstimmig getroffen worden, teilte die Bank von Japan weiter mit. Im Vorfeld war weithin mit einem unveränderten Zinssatz gerechnet worden. Mit Blick auf die künftige Geldpolitik deutete die japanische Notenbank an, dass noch keine Richtung absehbar sei.
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Tokio, 30. Apr (Reuters) - Die japanische Notenbank hat den Leitzins bei 0,5 Prozent belassen. Die Entscheidung sei einstimmig getroffen worden, teilte die Bank von Japan am Mittwoch mit. Im Vorfeld war weithin mit einem unveränderten Zinssatz gerechnet worden.
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Tokio, 25. Apr (Reuters) - Die Inflation in Japan ist im März auf ein so hohes Niveau wie seit zehn Jahren nicht mehr geklettert. Die Anstieg der Verbraucherpreis-Kernrate lag im Jahresvergleich nach Regierungsangaben vom Freitag wie von Analysten erwartet bei 1,2 Prozent. Ein so hoher Wert wurde seit März 1998 nicht mehr verzeichnet. Damals betrug er 1,8 Prozent. In der Kernrate sind die schwankungsanfälligen Preise für leicht verderbliche Lebensmittel nicht berücksichtigt.
Experten erwarteten allerdings nicht, dass die japanische Zentralbank an der Zinsschraube drehen werde. Dies sei kaum vorstellbar, sagte Mamoru Yamazaki von RBS Securities.
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Tokio, 18. Apr (Reuters) - Das Wirtschaftswachstum in Japan hat sich nach Angaben der Zentralbank abgeschwächt. Dies sei auf steigende Preise für Energie und Rohstoffe zurückzuführen, sagte der neue Zentralbank-Chef Masaaki Shirakawa am Freitag. Allerdings werde die Wirtschaft wieder an Fahrt gewinnen.
Neben der von den USA ausgehenden Hypothekenkrise hat Japans Wirtschaft derzeit weitere Probleme: Das Geschäftsklima in der Großindustrie hat sich im Zuge der Kreditkrise so stark eingetrübt wie seit vier Jahren nicht mehr. Zudem schwächelt die Binnennachfrage. Experten gehen davon aus, dass die Notenbank den ohnehin sehr niedrigen Leitzins von 0,5 Prozent senken wird, um einen Abschwung abzuwenden.
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Tokio, 01. Apr (Reuters) - Das Geschäftsklima in Japans Großindustrie hat sich im Zuge der Kreditkrise so stark eingetrübt wie seit vier Jahren nicht mehr. Das von der japanischen Notenbank vierteljährlich ermittelte Barometer sackte um acht Punkte auf plus elf Zähler ab. Derart drastisch ist die Stimmung in dem Fernoststaat seit drei Jahren nicht mehr eingebrochen. Experten hatten für den am Dienstag veröffentlichen Indikator im Schnitt einen schwächeren Rückgang erwartet. Noch skeptischer blicken die Großunternehmen auf das zweite Quartal: Der nächste im Juni fällige Stimmungsindex wird bei nur noch plus sieben Punkten gesehen.
Neben der von den USA ausgehenden Hypothekenkrise lastet derzeit ein ganzes Bündel von Problemen auf der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt: Steigende Rohstoffpreise treffen das an Bodenschätzen arme Land besonders stark. Zudem macht die Stärke der japanischen Landeswährung Yen den Exporteuren zu schaffen. Angesichts dieser Risiken haben die Konzerne für das nunmehr angelaufene Geschäftsjahr ihre Investitionspläne zusammengestrichen, wie aus dem Konjunkturbericht der Notenbank (Tankan) weiter hervorgeht. Die Großfirmen wollen demnach 1,6 Prozent weniger investieren. Dies dürfte die Wirtschaft des Landes merklich abkühlen, da die Investitionstätigkeit bislang eine der Säulen des Aufschwungs war.
Experten gehen davon aus, dass die japanische Notenbank noch dieses Jahr den ohnehin sehr niedrigen Leitzins von 0,5 Prozent weiter senken wird, um einen Abschwung abzuwenden. Warnende Stimmen weisen jedoch daraufhin, dass die Währungshüter wegen der Inflationsgefahren in einem Dilemma stecken. "Die Bank von Japan hat es mit einer schwierigen Lage zu tun. Der Aufschwung lässt just zu einer Zeit nach, da die Verbraucherpreise anziehen", sagte Joseph Kraft von Dresdner Kleinwort.
bek/rtz