Frankfurt, 22. Mai (Reuters) - Unerwartet gute Daten vom US-Immobilienmarkt sowie Übernahmespekulationen bei der Postbank haben dem Dax<.GDAXI> am Donnerstag in die Gewinnzone verholfen. Der Index lag am Nachmittag 0,3 Prozent höher bei 7065 Punkten, nachdem er am Morgen noch unter dem hohen Ölpreis gelitten hatte und bis auf 6980 Punkte gesunken war. "Zum einen gab es das Gerücht, dass die Postbank<DPBGn.DE> von der Allianz<ALVG.DE> und der Commerzbank<CBKG.DE> gemeinsam übernommen wird, und zum anderen kamen die Preise am US-Immmobilienmarkt aktuellen Daten zufolge nicht so stark unter Druck wie erwartet - das hat dem Markt hochgeholfen", sagte ein Händler.
ltl/saf
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12:10 TAGESGELD ZU FRONLEICHNAM KAUM VERÄNDERT
Die Sätze für Tagesgeld am europäischen Geldmarkt haben sich an Fronleichnam kaum bewegt. Händler nannten am Donnerstagmittag im Vergleich zum Vortag unveränderte Sätze von 3,95 zu 3,98 Prozent. Das Geschäft verlaufe ruhig, sagte ein Disponent. Der Referenzzinssatz Eonia<EONIA> wurde am Mittwochabend mit 3,987 (Dienstag: 3,982) Prozent gefixt.
ltl/ale
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10:14 DAX FÄLLT UNTER 7000 PUNKTE
Der Dax<.GDAXI> ist am Donnerstag unter die psychologisch 7000-Punkte-Marke gerutscht. Er verlor in der ersten Handelsstunde zeitweise 0,9 Prozent auf 6980 Punkte. Der Leitindex war erst Anfang des Monats wieder über die 7000er-Marke geklettert.
Händler sprachen von einem geringen Geschäftsvolumen, da wegen des Fronleichnam-Feiertages in einigen deutschen Bundesländern viele Anleger fehlten. Besonders unter Druck waren die Aktien der Lufthansa<LHAG.DE> und der Autowerte.
Auch die europäischen anderen Aktienmärkte tendierten schwächer. Der Ölpreis notierte um die 134,50 Dollar je Barrel US-Leichtöl<CLc1> und damit leicht unter dem am Morgen erreichten Rekordhoch von über 135 Dollar.
ale/mer
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08:08 DAX-FUTURE FÄLLT - ÖL TEUERER - EURO FEST
Der Dax-Future<FDXc1> hat am Donnerstag schwächer eröffnet. Der Terminkontrakt auf den wichtigsten deutschen Leitindex rutschte in den ersten Handelsminuten um 47,5 Punkte auf 7026 Zähler. Banken und Broker sagten daraufhin einen Rückgang des Dax<.GDAXI> zur Eröffnung um etwa 0,6 Prozent voraus.
Der Bund-Future<FGBLc1> begann kaum verändert mit 113 Punkten. Der Nikkei-Index<.N225> schloss in Tokio trotz der schwachen US-Vorgaben 0,4 Prozent höher und dürfte damit die Märkte in Europa stützen.
Hauptbelastungsfaktor ist Händlern zufolge das teuere Öl. Am Morgen war der Preis für ein Fass (159 Liter) US-Leichtöl <CLc1> zeitweise über die 135-Dollar-Marke gestiegen. Anschließend pendelte sich der Preis auf ein Niveau knapp darunter ein, was einem Plus von gut einem Prozent entsprach. Der Goldpreis<XAU=> zog leicht auf 932,30 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm) an. Der Euro<EUR=> verharrte etwas unter 1,58 Dollar.
ale/mer
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07:48 DAX ZUR ERÖFFNUNG NIEDRIGER ERWARTET
Der Dax<.GDAXI> dürfte angesichts neuer Ölpreise<OILOIL> in Rekordhöhe am Donnerstag wieder unter die Marke von 7000 Punkten fallen. Banken und Broker rechneten für die Eröffnung mit einem Abschlag von fast einem Prozent auf rund 6980 Zähler. Erst zu Monatsbeginn war der Dax wieder über die 7000er Marke geklettert. Am Mittwoch hatte der Leitindex ein Prozent auf 7040 Punkte verloren.
Die US-Börsen hatten am Mittwoch schwächer geschlossen. Der Dow-Jones-Index<.DJI> weitete seine Verluste nach Handelsschluss in Europa kräftig aus und ging mit einem Minus von 1,8 Prozent aus dem Handel. Der Nasdaq-Composite<.IXIC> weitete seine Verluste im Spätgeschäft ebenfalls sehr deutlich aus und verlor 1,8 Prozent. Der S&P-500<.SPX> fiel um 1,6 Prozent.
Der Nikkei<.N225>-Index in Tokio trotzte am Donnerstag aber den schwachen US-Vorgaben und notierte kurz vor Schluss behauptet.
ale/mer
<Redaktion Frankfurt +49-69-7565 1277>
Berlin, 21. Mai (Reuters) - Der Ifo-Geschäftsklima-Index für
die gewerbliche Wirtschaft in Deutschland ist im Mai unerwartet
gestiegen. Das Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo) in
München veröffentlichte am Mittwoch den Index für Deutschland
auf Basis 2000:
DEUTSCHLAND MAI 2008 APR 2008
Geschäftsklima 103,5 102,4
Geschäftsbeurteilung 110,1 108,4
Geschäftserwartung 97,3 96,7
(rev. v. 96,8)
Anmerkung: Analysten hatten in einer Reuters-Umfrage für den
Berichtsmonat im Schnitt mit einem Rückgang des
Ifo-Geschäftsklima-Indexes für Deutschland auf 102,0 Punkten
gerechnet<G7TODAY>.
SALDEN GESCHÄFTSKLIMA MAI 2008 APR 2008
DEUTSCHLAND:
Gewerbliche Wirtschaft plus 6,2 plus 4,0
Verarbeitendes Gewerbe plus 15,0 plus 13,3
(rev. v. plus 13,4)
Bauhauptgewerbe minus 20,3 minus 20,0
Großhandel plus 4,0 plus 1,6
Einzelhandel minus 4,4 minus 10,9
ANMERKUNG: Das ifo Institut bittet monatlich ca. 7000
Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes, des Bauhauptgewerbes,
des Großhandels und des Einzelhandels, ihre gegenwärtige
Geschäftslage zu beurteilen und ihre Erwartungen für die
nächsten sechs Monate mitzuteilen. Die Unternehmen können ihre
Lage mit "gut", "befriedigend" oder "schlecht" und ihre
Geschäftserwartungen für die nächsten sechs Monate als
"günstiger", "gleich bleibend" oder "ungünstiger" kennzeichnen.
Der Saldowert der gegenwärtigen Geschäftslage ist die
Differenz der Prozentanteile der Antworten "gut" und "schlecht",
der Saldowert der Erwartungen ist die Differenz der
Prozentanteile der Antworten "günstiger" und "ungünstiger". Das
Geschäftsklima ist ein transformierter Mittelwert aus den Salden
der Geschäftslage und der Erwartungen. Zur Berechnung der
Indexwerte werden die transformierten Salden jeweils auf den
Durchschnitt des Jahres 2000 normiert.
fri/sam
Frankfurt, 20. Mai (Reuters) - Am deutschen Aktienmarkt haben sich am Dienstag wieder die Skeptiker durchgesetzt. Auf die Stimmung drückte der ZEW-Indikator, der wider Erwarten zurückging. Der Dax<.GDAXI> fiel bis zum späten Vormittag um 0,8 Prozent auf 7165 Punkte und machte damit einen Großteil seiner Vortagesgewinne zunichte.
"Sobald der Markt gut gelaufen ist, kommen wieder Sorgen auf, denn bei der Beurteilung der weiteren Aussichten für die Wirtschaft scheiden sich die Geister", sagte ein Händler. "Zwar fallen einige Daten, wie beispielsweise die US-Frühindikatoren von Montag, besser aus als erwartet, aber dennoch traut man dem Braten nicht. Deswegen kann die Stimmung im Moment schnell umschlagen." Viele Investoren lauerten zurzeit auf den richtigen Moment für den Einstieg. Da viele aber damit rechneten, dass der Dax noch etwas fällt, bevor es weiter hochgeht, wollten sie aber noch nicht aktiv werden, sagten Börsianer. Deswegen seien die Umsätze nach wie vor niedrig.
TECHNOLOGIEWERTE GEHEN GETRENNTE WEGE
Unter Druck gerieten am deutschen Aktienmarkt besonders die Titel des Chipherstellers Infineon<IFXGn.DE>. Das Papier verbilligte sich um 2,1 Prozent auf 6,96 Euro und war damit Schlusslicht im Dax. "Für Infineon gab es geteilte Vorgaben: Zum einen hat sich der Sandisk<SNDK.O>-Chef negativ zu den Geschäftsaussichten geäußert, zum anderen hat Goldman Sachs aber die Branche und auch Infineon sehr positiv eingeschätzt", sagte ein Händler. Doch letztlich seien auch an der Wall Street die Technologietitel am Vortag gefallen, das hätten auch hier einige zum Anlass für Gewinnmitnahmen genommen, sagte ein Börsianer. Schließlich seien Infineon zuletzt stark gestiegen: Über 15 Prozent hat die Aktie seit Monatsanfang gutgemacht.
SAP<SAPG.DE> standen am Dienstag mit einem Plus von einem Prozent an der Spitze des Dax. "Von der Sapphire-Konferenz sind positive Aussagen zu SAP gekommen, das stützt die Aktie", sagte ein Händler. Die beiden SAP-Chefs Henning Kagermann und Leo Apotheker hatten in Interviews "einige kleinere Übernahmen" angekündigt. Vorrang vor Zukäufen habe jedoch die Integration von Business Objects.
Bei den Finanzwerten sorgte einmal mehr die erwartete Konsolidierung in der Bankenbranche für Gesprächsstoff. In einem Interview mit dem "Handelsblatt" hatte Dresdner-Bank-Chef Herbert Walter sein Institut als "attraktive Bank mit starker Stellung in Deutschland" bezeichnet und angekündigt, eine aktive Rolle in der Konsolidierung spielen zu wollen. "Das dürften einige wieder als Zeichen werten, dass bald Bewegung in den Markt kommt", sagte ein Händler. Davon profitierte vor allem die Postbank<DPBGn.DE>, die seit längerem im Zentrum von Fusions- und Übernahmespekulationen steht: Die Aktie zählte mit einem Plus von einem halben Prozent zu den wenigen Gewinnern im Dax.
ltl/zwi
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- von Kathrin Schich -
München, 20. Mai (Reuters) - Wenn am 7. Juni das Eröffnungsspiel der Fußball-Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz angepfiffen wird, dürfte mancher Fan nicht nur aus Patriotismus mitfiebern. Denn auch zahlreiche deutsche Banken sind auf den EM-Zug aufgesprungen. Wer sich auf ihre verlockenden Angebote einlässt und etwa auf einen deutschen Sieg setzt, kann aus seinem Ersparten durchaus mehr machen. Doch Experten warnen, dass die Produkte für fußballbegeisterte Kunden weniger lukrativ sind als sie auf den ersten Blick scheinen.
Die größte Fußball-Begeisterung zeigt die Allianz-Tochter <ALVG.DE>Dresdner Bank. Bei einem Online-Börsenspiel können Fans ihr Fußballwissen mit ihrem Geschick als Aktionär verknüpfen. Anfang März war Anpfiff für das Tagesgeldkonto "Europameister", mit dem die Bank neue Kunden locken will: Gewinnt die deutsche Elf, bekommen Sparer fünf Prozent Zinsen, sonst sind es maximal 3,75 Prozent.
"Wem es um den maximalen Zins geht, der kann bei anderen Banken attraktivere Angebote finden mit einer Grundverzinsung von über 4,0 Prozent", kritisiert Karin Baur von der Zeitschrift "Finanztest" und verweist auf Produkte der Direktbanken. "Dann kann man als Fan immer noch im Wettbüro Fußballwetten auf die EM abschließen." Wer aber schon ein Geldmarktkonto bei der Dresdner habe, könne die zusätzliche Chance ruhig nutzen.
Auch die zur italienischen Unicredit<CRDI.MI> gehörende Münchener HypoVereinsbank<HVMG.DE> lässt den EM-Ball nicht an sich vorbeirollen und bietet Privatkunden seit Anfang Mai eine Anleihe an. Beim "Champions Bond" erhöht sich die Mindestrückzahlung am Ende der fünfjährigen Laufzeit auf 106 Prozent von 100 Prozent, wenn der Europameister aus einem der neun Länder kommt, in denen Unicredit vertreten ist. Darunter sind der amtierende Weltmeister Italien und Deutschland. Die HVB spricht von starkem Interesse an der Anleihe, nennt aber wie die Dresdner Bank keine Zahlen.
Expertin Baur würde selbst sicherheitsorientierten Sparern nicht zu der Anleihe raten. Zwar habe man - bei 16 Teilnehmern an der EM - eine Chance von mehr als 50 Prozent, mehr Geld zu bekommen. Doch eine Mindestrückzahlung von 106 Prozent bedeute nur, dass der Sparer rund ein Prozent Zinsen im Jahr garantiert bekomme. "Das ist wenig." Festzinsanlagen seien interessanter.
VERBRAUCHERSCHÜTZER RATEN ZUR VORSICHT
Generell raten Verbraucherschützer zur Vorsicht. "Die Kunden sollten solche Fußball-Produkte immer mit ähnlichen Angeboten auf dem Markt vergleichen", sagt Finanzprofi Merten Larisch von der Verbraucherzentrale Bayern. Man dürfe sich von den Aktionen nicht blenden lassen, letztlich komme es auf die Rendite an.
Die Postbank<DPBGn.DE> setzt auf den ehemaligen Torjäger Oliver Bierhoff, den Manager der deutschen Nationalmannschaft, als Werbefigur. Wer bis Ende Juni ein Girokonto bei der größten deutschen Filialbank eröffnet, bekommt nicht nur einen Fußball geschenkt, sondern nimmt auch an einem EM-Gewinnspiel teil, bei dem weitere Sachpreise winken. Bei der Deutschen Bank<DBKGn.DE> können neue und alte Kunden Tickets gewinnen.
Sie ist eines der Institute, die zur EM eine Sonderedition der Mastercard<MA.N> anbieten. Der offizielle UEFA-Sponsor lockt mit farbig-bunten Fußballmotiv-Kreditkarten, die im ersten Jahr kostenlos sind.
Andere Banken wie die Commerzbank<CBKG.DE> halten sich aus dem Fußball-Trubel heraus. Branchenkenner verweisen darauf, dass sich durch Sonderangebote gelockte Neukunden ohnehin nur selten dauerhaft halten lassen.
kat/axh
Berlin, 19. Mai (Reuters) - Die Unternehmen in Deutschland haben trotz der Kreditkrise kaum mit Finanzierungsschwierigkeiten zu kämpfen. Lediglich acht Prozent der Firmen berichteten von einem schwierigeren Zugang zu Darlehen, ergab eine Umfrage des Münchner Ifo-Instituts unter 2700 Firmen, die am Montag veröffentlicht wurde. Acht von zehn Firmen verzeichneten unveränderte Bedingungen. "Einer Kreditklemme sehen sich die Unternehmen daher nicht ausgesetzt", sagte Ifo-Experte Klaus Abberger.
Für die nächsten Monate erwarten die Unternehmen jedoch schwierigere Bedingungen. Etwa 19 Prozent gingen von größeren Hindernissen aus, sagte Abberger. Eine nennenswerte Zahl rechne aber auch mit besseren Möglichkeiten.
Zwar legen die Banken nach Angaben der Bundesbank etwas strengere Regeln für die Kreditvergabe an. Davon sind aber vor allem große Unternehmen betroffen, wie Bundesbank-Vorstandsmitglied Hermann Remsperger jüngst betonte. Handwerker und Mittelständler hätten keine Probleme. "Unsere Studien zum Kreditvergabeverhalten von Banken zeigen, dass in Deutschland ausreichend Kredite verfügbar sind", sagte er.
Sollten die Banken im Zuge der Finanzkrise ihre Kreditvergabe an Unternehmen deutlich einschränken, würde dies das Wachstum in Deutschland in Mitleidenschaft ziehen. Zuletzt waren weltweit mehrere Milliardenfusionen gescheitert, weil die Banken nicht mehr bereit waren, die dafür nötigen Kredite zur Verfügung zu stellen.
amc/bek
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