New York, 15. Mai (Reuters) - Der Konjunkturindex der
Federal Reserve Bank von Philadelphia ist im Mai stärker
gestiegen als erwartet. Die Philadelphia-Fed veröffentlichte am
Donnerstag folgende Zahlen:
MAI 2008 APR 2008
Konjunkturindex -15,6 -24,9
Index des Auftragseingangs - 3,7 -18,8
Index der Lagerbestände -13,1 -26,2
Index der bezahlten Preise 53,8 51,6
Index der erhaltenen Preise 31,6 30,9
Beschäftigungsindex - 1,0 -11,1
ANMERKUNG: Von Reuters befragte Volkswirte hatten für den
Berichtsmonat mit einem Anstieg des Konjunkturindexes auf minus
19,0 Punkte gerechnet.
fri/
Zofingen, 15. Mai (Reuters) - Die Schweizerische Nationalbank (SNB) macht Anzeichen für eine Entspannung der Lage in einigen Kreditmärkten aus. Die Geldmärkte seien aber weit davon entfernt, normal zu funktionieren, sagte SNB-Direktoriumsmitglied Thomas Jordan am Donnerstag am Rande der Generalversammlung der Pfandbriefbank Schweizerischer Hypothekarinstitute zu Journalisten.
"Es gibt Anzeichen, für eine Entspannung der Lage in bestimmten Bereichen. Aber es zu früh für eine generelle Entwarnung", sagte Jordan.
par/
((Redaktion Swiss Investor News, Tel: +41 58 306 7342, Fax: +41 44 251 0476, Mail: zurich.newsroom@news.reuters.com))
München, 15. Mai (Reuters) - Das Wirtschaftsklima im Euroraum hat sich im Frühjahr zum dritten Mal in Folge verschlechtert. Das vom Münchner Ifo-Institut ermittelte Stimmungsbarometer fiel im zweiten Quartal nach Angaben vom Donnerstag auf 76,3 Punkte von 81,4 im Vorquartal. Damit wurde der niedrigste Wert seit fünf Jahren erreicht. Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn unterstrich, dass dies ausschließlich auf weniger positive Urteile zur aktuellen Wirtschaftslage zurückzuführen sei. Die Erwartungen für die kommenden sechs Monate lägen zwar im negativen Bereich, hätten sich aber nicht weiter verschlechtert.
Besonders negativ wurde die derzeitige wirtschaftliche Situation in Italien, Frankreich, Portugal und Spanien beurteilt. In der Mehrzahl der Euroländer haben sich die Urteile zur gegenwärtigen Wirtschaftslage jedoch noch im positiven Bereich gehalten. In den kommenden sechs Monaten wird sich nach Ansicht der Experten die konjunkturelle Verlangsamung in allen Ländern des Euroraums weiter fortsetzen.
Die Jahresteuerung im Währungsgebiet sehen die Experten für 2008 bei 2,9 Prozent und damit noch stärker über der Zielmarke der Europäischen Zentralbank (EZB) als Anfang des Jahres (2,5 Prozent). Die Leitzinsen dürften dennoch nach Meinung der Experten im Laufe der kommenden sechs Monate etwas gesenkt werden. Bei den Kapitalmarktzinsen dagegen wird weiterhin ein leichter Anstieg erwartet.
Im Vergleich zum Euro<EUR=> wird der Dollar noch stärker als zuvor als unterbewertet eingeschätzt. Eine weitere, wenn auch nur leichte Abschwächung der US-Währung, gilt trotzdem als wahrscheinlich. An der Umfrage nahmen 254 Experten aus multinationalen Unternehmen und internationalen Institutionen teil.
kat/amc
Zürich, 15. Mai (Reuters) - Die Schweizerische Nationalbank (SNB) legt den Banken die heimischen Pfandbriefe ans Herz. Diese in der Schweiz nur von zwei spezialisierten Instituten begebenen und auf Schweizer Hypotheken basierenden Wertpapiere seien nicht nur ein Mittel zur Refinanzierung von Hypotheken. Sie kämen darüber hinaus auch als ein wichtiges Instrument der Liquiditätssicherung der Banken in Krisenzeiten infrage, sagte SNB-Direktoriumsmitglied Thomas Jordan am Donnerstag auf der Generalversammlung der Pfandbriefbank Schweizerischen Hypothekarinstitute in Zofingen.
Mit Hilfe von Pfandbriefen könnten Banken einen Teil ihrer illiquiden Hypotheken-Aktiva liquide machen und im Falle eines Liquiditätsbedarfs Pfandbriefe als Sicherheit im Repogeschäft mit der SNB oder am Franken-Interbankenmarkt einsetzen. Das setze aber voraus, dass mehr Pfandbriefe emittiert und die Wertpapiere teilweise auch von den Banken selbst gehalten werden.
"Mit den in der Bilanz gehaltenen Pfandbriefen erhält die Bank eine effiziente Möglichkeit, bei Bedarf schnell an Liquidität zu kommen", sagte Jordan laut Redetext.
Bisher wurden Pfandbriefe hauptsächlich als Refinanzierungsinstrument gesehen und die Wertpapiere wurden üblicherweise ausserhalb des Bankensektors platziert.
Die Finanzkrise zwingt die Banken aber dazu, neue Möglichkeiten der Liquiditätsbeschaffung zu suchen. Zuletzt konnte Liquidität praktisch nur noch im gesicherten Geldmarkt über Repogeschäfte beschafft werden.
Es sei durchaus denkbar, dass die Liquiditätsvorschriften für die Banken verschärft oder angepasst werden müssten, erklärte Jordan weiter. Auch wenn Pfandbriefe als Reserven nicht kostenlos seien, könne es für die Banken trotzdem lukrativ sein, die geforderte Zusatzliquidität in Form von Pfandbriefen zu halten.
ajs/par
((Redaktion Swiss Investor News, Tel: +41 58 306 7342, Fax: +41 44 251 0476, Mail: zurich.newsroom@news.reuters.com))
London, 14. Mai (Reuters) - Die britische Notenbank hat vor einer anhaltend hohen Inflation gewarnt. Sollten die Zinsen wie weithin erwartet um einen halben Prozentpunkt sinken, werde die Teuerung binnen eines Jahres nach oben schießen und in den kommenden beiden Jahren über der Zielmarke von zwei Prozent verharren, teilte die Bank von England am Mittwoch in ihrem vierteljährlichen Inflationsbericht mit. Bei stabilen Zinsen werde die Inflationsrate dagegen knapp unter zwei Prozent bleiben. Der Bericht deutete damit an, dass eine rasche Senkung des Leitzinses unwahrscheinlich ist. Derzeit liegt der Zins bei fünf Prozent.
Das Wachstum werde sich im Jahresverlauf deutlich abschwächen, hieß es in dem Bericht weiter. Dabei bestehe sogar das Risiko, dass die Wirtschaft schrumpfe. Zugute käme den britischen Unternehmen aber der Kursverlust der Währung, sagte Notenbankchef Mervyn King. Dies stütze die Exporte.
Die Wirtschaft des Landes ist wegen der Finanz- und Immobilienkrise in Schwierigkeiten geraten. Gleichzeitig werden die Verbraucher immer skeptischer, während die Banken die Vergabe von Krediten einschränken.
amc/chr
Next: FOKUS 1-Bernanke - Märkte noch weit von Normalität entfernt