(Wiederholung vom Vorabend)
Washington, 22. Mai (Reuters) - US-Finanzminister Henry Paulson macht eine weltweit steigende Nachfrage bei knappem Angebot für die Ölpreis-Rekorde verantwortlich. Marktspekulationen seien nicht die Ursache dafür, erklärte er am Donnerstag in einem Interview des US-Kabelsenders CNBC. "Noch einmal, ich glaube nicht, dass es hier um Finanzinvestoren geht", sagte Paulson. "Ich glaube, es geht um Angebot und Nachfrage auf lange Sicht." Die USA drängen die Opec-Länder, die Ölförderung zu erhöhen. Das Kartell weist dies mit dem Hinweis auf den preissteigernden Einfluss von Marktspekulationen zurück.
Der Finanzminister bekräftigte zugleich, dass die Fundamentaldaten der größten Volkswirtschaft stark seien. Diese langfristige Stärke werde sich auch in der Bewertung der Währung niederschlagen. "Wir betreiben eine Politik des starken Dollars", sagte er. Er räumte zwar ein, dass sich die USA derzeit auf einem harten Stück des Wegs befänden. Die Politik werde aber das Vertrauen in die US-Wirtschaft vergrößern.
ang/mit
Washington, 22. Mai (Reuters) - US-Finanzminister Henry Paulson macht eine weltweit steigende Nachfrage bei knappem Angebot für die Ölpreis-Rekorde verantwortlich. Marktspekulationen seien nicht die Ursache dafür, erklärte er am Donnerstag in einem Interview des US-Kabelsenders CNBC. "Noch einmal, ich glaube nicht, dass es hier um Finanzinvestoren geht", sagte Paulson. "Ich glaube, es geht um Angebot und Nachfrage auf lange Sicht." Die USA drängen die Opec-Länder, die Ölförderung zu erhöhen. Das Kartell weist dies mit dem Hinweis auf den preissteigernden Einfluss von Marktspekulationen zurück.
Der Finanzminister bekräftigte zugleich, dass die Fundamentaldaten der größten Volkswirtschaft stark seien. Diese langfristige Stärke werde sich auch in der Bewertung der Währung niederschlagen. "Wir betreiben eine Politik des starken Dollars", sagte er. Er räumte zwar ein, dass sich die USA derzeit auf einem harten Stück des Wegs befänden. Die Politik werde aber das Vertrauen in die US-Wirtschaft vergrößern.
ang/mit
Quito, 22. Mai (Reuters) - Trotz des Drucks auf die Verbraucherpreise hat Opec-Generalsekretär Abdullah al-Badri eine Steigerung der Öl-Fördermengen abgelehnt. Die Organisation Erdöl fördernder Länder sei bereit zu handeln, könne im derzeitigen "verrückten Markt" aber nichts tun, sagte Badri am Donnerstag der Agentur Reuters bei einem Besuch in Ecuador. Die Ölpreise würden auch bei einer höheren Fördermenge vorläufig nicht zurückgehen.
"Auch wenn wir die Produktion morgen erhöhen, werden die Preise wegen Spekulationsgeschäften und der Dollarschwäche nicht sinken", sagte der Kartell-Chef. "Sollten wir eine Rohöl-Verknappung sehen, werden wir handeln." Es gebe auch keinen Bedarf für vorzeitiges Opec-Treffen. Der Ölpreis<CLc1><LCOc1> hatte am Donnerstag mit 135 Dollar je Fass die nächste Schallmauer durchbrochen.
Länder mit einem großen Ölverbrauch wie die USA hatten die Opec aufgefordert, die Förderung zu steigern. Die US-Regierung macht ein knappes Angebot für die Rekordpreise verantwortlich. Die nächste reguläre Sitzung des Ölkartells findet im September statt. Ecuador ist Opec-Mitglied.
mit/ang
Doha, 21. Mai (Reuters) - Katar sieht auch nach dem neuen Rekordhoch beim Ölpreis von 130 Dollar je Barrel keinen Handlungsbedarf für die Opec. Auf die Frage, ob das Kartell eine Dringlichkeitssitzung einberufen werde, sagte Öl-Minister Abdullah al-Attijah am Mittwoch: "Nein, wozu? Das ist kein Frage des Angebots." Die Opec hat immer wieder die politische Lage, einen schwachen Dollar und Spekulationen für den Anstieg des Ölpreises verantwortlich gemacht. Der Preis für ein Barrel (etwa 159 Liter) Öl ist von 20 Dollar im Jahr 2002 auf 130 Dollar am Mittwoch geklettert.
sws/rtz
Washington, 09. Mai (Reuters) - Angesichts der konjunkturellen Abkühlung haben die USA ihr Außenhandelsdefizit im März unerwartet kräftig abgebaut. Der Fehlbetrag fiel um 5,7 Prozent auf 58,2 Milliarden Dollar, wie das US-Wirtschaftsministerium am Freitag mitteilte. Im Februar betrug das Defizit revidierten Zahlen zufolge 61,7 Milliarden Dollar. Analysten hatten für den März im Schnitt mit 61,30 Milliarden Dollar gerechnet.
Die Importe verringerten sich um 2,9 Prozent auf 206,7 Milliarden Dollar. Dies ist der stärkste Rückgang seit Ende 2001 - wenige Monate nachdem die USA von den Anschlägen des 11. September erschüttert worden waren. Ausdruck der konjunkturellen Abkühlung in den USA ist insbesondere die geringere Nachfrage nach wichtigen Importgütern bei Verbrauchern aber auch in der Industrie: Dies ist etwa an den rückläufigen Bestellungen für ausländische Autos und Industriegüter abzulesen. Im Vormonat waren die Einfuhren noch um 2,6 Prozent gestiegen.
Die Exporte verringerten sich im März hingegen nur um 1,7 Prozent auf 148,5 Milliarden Dollar. Im Februar hatten sie um 1,8 Prozent angezogen.
Der Fehlbetrag in der US-Handels- und Leistungsbilanz wird an den Märkten mit großer Aufmerksamkeit beobachtet. Zur Finanzierung des Fehlbetrags benötigen die USA massive Kapitalzuflüsse aus dem Ausland. Bleiben diese aus, droht eine Dollar-Abwertung mit entsprechenden Auswirkungen für die Weltwirtschaft.
Im Blick der Märkte steht besonders das US-Handelsdefizit mit China. Dieses fiel im März auf 16,08 Milliarden Dollar. Die USA werfen China vor, sich mit einem künstlich niedrig gehaltenen Yuan-Wechselkurs unfaire Vorteile am Weltmarkt zu sichern. Das US-Handelsdefizit mit der EU stieg hingegen auf 7,49 Milliarden Dollar.
bek/amc
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