Zürich, 09. Mai (Reuters) - Die anhaltende Talfahrt der Aktien hat am Freitag den Franken-Obligationen weiteren Auftrieb verliehen. Der von Rekord zu Rekord eilende Ölpreis und neuerlich schlechte Nachrichten aus dem Finanzbereich sorgten für steigende Konjunktur- und Kreditängste und damit für zunehmende Nachfrage nach sicheren Anleihen.
Die Investoren richteten ihren Blick wieder hin zu den Staatsanleihen und anderen erstklassigen Schuldner und weg von den Unternehmensanleihen. Das machte auch die Eidgenossen teurer und die Renditen gingen zurück.
Zuletzt hatten vor allem ausländische Unternehmen die Beruhigung an den Aktienmärkten ausgenützt und am Schweizer Markt neue Papiere aufgelegt, die auch meist gut absorbiert wurden. Wenn nun aber die Unsicherheit anhält, könnte die Emissionstätigkeit mangels Nachfrage versiegen und die Emissionsbanken hätten erst einmal das nachsehen.
Noch sind aber offenbar Papiere in der Pipeline. Der Mischkonzern GE<GE.N> soll die 3-1/8 Prozent Anleihe 2011 um 100 Millionen sfr aufstocken. Und der Warenprüf- und Inspektionskonzern SGS<SGSN.VX> sei dabei eine Wandelanleihe über 50 Millionen sfr vorzubereiten, hiess es.
Der Juni-Conf <CONFc1>, der am Vortag mehr als 80 Ticks gewonnen hatte, stieg um weitere 53 Basispunkte auf 124,94 Prozent. Der Umsatz betrug 1700 Kontrakte. Der Conf bewegt sich seit rund einem Jahr in einem Seitwärtskanal zwischen 123 und 127,50 Prozent.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) bot bei ihrer täglichen Repoauktion weiterhin Liquidität für eine Woche zu 1,90 Prozent an. Der zehnjährige Kassazinssatz sank auf 3,12 (3,19) Prozent. Der dreimonatige Liborsatz sank auf 2,775 von 2,7833 Prozent.
Für die Eidgenossen wurden folgende Renditen genannt:
Anleihe Rendite Vortag
4,25 Prozent 2017 2,99 3,06
3,0 Prozent 2018 3,02 3,08
3,0 Prozent 2019 3,09 3,16
2,25 Prozent 2020 3,17 3,23
Sfr-Swaps Zinssatz
2 Jahre 2,93/3,01 2,95/3,03
5 Jahre 3,098/3,17 3,12/3,20
10 Jahre 3,39/3,47 3,44/3,52
rpk/ajs
((Rupert Pretterklieber - Redaktion Swiss Investor News, Tel: +41 58 306 7313, Fax: +41 44 251 0476, Mail: rupert.pretterklieber@reuters.com))
Zürich, 09. Mai (Reuters) - Eine durch die schwächeren Aktienbörsen ausgelöste wachsende Risikoaversion der internationalen Anleger hat am Freitag Dollar und Euro gegenüber dem Schweizer Franken schwächer tendieren lassen.
Vor dem Hintergrund von Nachrichten wie der, dass der weltgrösste Versicherer American International Group (AIG) wegen der US-Kreditmarktkrise den höchsten Quartalsverlust seiner Geschichte eingefahren hat, war kurzfristig Sicherheit gefragt. Und die bieten Währungen wie Yen und Franken.
Dass die USA angesichts der konjunkturellen Abkühlung ihr Aussenhandelsdefizit im März unerwartet kräftig abgebaut haben, unterstützte die US-Devise nur vorübergehend. Der Rückgang war eine Folge sinkender Importe und dieser Trend könnte durch den scheinbar unaufhaltsam steigenden Ölpreis bald wieder gebrochen werden. Zudem dürfte der hohe Ölpreis den Privatkonsum in den USA belasten und das ist der wichtigste Konjunkturtreiber der grössten Volkswirtschaft der Welt.
Auf jeden Fall wurden die optimistischen Ausführungen von US-Finanzminister Henry Paulson vom vergangenen Donnerstag, wonach die Kreditkrise ihrem Ende näher sei als ihrem Anfang, wieder mit kräftigen Fragezeichen versehen.
Der Dollar <CHF=> notierte zum Bankenschluss in Zürich bei 1,0449/52 (Vorabend 1,0491/94) Franken nach einem Tagestief bei 1,0390 Franken.
Der Euro<EURCHF=> ermässigte auf 1,6124/27 (1,6182/85) Franken nach einem Tief bei 1,6066 Franken am früheren Nachmittag. Bei 1,6100/20 Franken schien der Euro aber gut unterstützt zu sein. Ein Rückgang auf 1,6000 Franken sei aber nicht auszuschliessen.
ajs/och
((Redaktion Swiss Investor News, Tel: +41 58 306 7342, Fax: +41 44 251 0476, Mail: zurich.newsroom@news.reuters.com))
Zürich, 09. Mai (Reuters) - Die anhaltende Talfahrt der Aktien hat am Freitagvormittag der Schweizer Obligationenbörse weiteren Auftrieb verliehen. Die neuerlich schlechten Nachrichten aus dem Finanzbereich sorgten für eine zunehmende Nachfrage nach den sicheren Anleihen. Im Gegensatz zu Anfang Woche wurden wieder Staatsanleihen und andere erstklassige Schuldner den Unternehmensanleihen vorgezogen.
Sollte dieser Trend anhalten, dürfte sich das Geschehen im Graumarkt rasch wieder beruhigen und sich das Emissionsfenster wieder schliessen. Zuletzt hatten verschiedene vor allem ausländische Unternehmen die Beruhigung an den Aktienmärkten ausgenützt und neue Papiere aufgelegt, die auch meist gut absorbiert wurden.
Der Mischkonzern GE<GE.N> solle die 3-1/8 Prozent Anleihe 2011 um 100 Millionen sfr aufstocken.
Und der Warenprüf- und Inspektionskonzern SGS<SGSN.VX> sei dabei eine Wandelanleihe über 50 Millionen sfr vorzubereiten, hiess es.
Dass die Eidgenossen im Vergleich zu anderen Bondsegmenten immer "teurer" werden, liegt Händlern zufolge mehr an den schwachen Aktienbörsen als daran, dass die Eidgenössische Finanzverwaltung die für die kommende Woche vorgesehene Anleihen-Auktion wegen der guten Finanzlage des Bundes ausfallen lässt.
Der Juni-Conf <CONFc1> stieg bis am Mittag um weitere 46 Basispunkte auf 124,87 Prozent. Der Umsatz betrug 630 Kontrakte.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) bot bei ihrer täglichen Repoauktion weiterhin Liquidität für eine Woche zu 1,90 Prozent an. Der zehnjährige Kassazinssatz sank auf 3,12 (3,19) Prozent.
Das Risikobarometer Traxx Crossover Index <ITCRS5EA=GFI> zog erneut leicht an auf 467 (465) Punkte.
HÄNDLERKOMMENTARE
*"Alles was so gut ist wie Eidgenossen wird teurer und teuerer und den Rest will keiner."
*" Wenn das so weitergeht und der Itraxx weiter steigt, ist das Emissionsfenster rasch wieder zu."
* "Inflation scheint wieder in den Hintergrund zu rücken. Alle starren auf die Aktien."
Für die Eidgenossen wurden folgende Renditen genannt:
Anleihe Rendite Vortag
4,25 Prozent 2017 2,99 3,06
3,0 Prozent 2018 3,02 3,08
3,0 Prozent 2019 3,09 3,16
2,25 Prozent 2020 3,17 3,23
Sfr-Swaps Zinssatz
2 Jahre 2,91/2,99 2,95/3,03
5 Jahre 3,08/3,16 3,12/3,20
10 Jahre 3,39/3,47 3,44/3,52
rpk/och
((Rupert Pretterklieber - Redaktion Swiss Investor News, Tel: +41 58 306 7313, Fax: +41 44 251 0476, Mail: rupert.pretterklieber@reuters.com))
Berlin, 09. Mai (Reuters) - Der Chefvolkswirt der isländischen Zentralbank hat vor Gefahren für die Wirtschaft durch die starken Wechselkursschwankungen gewarnt. Die Währung sei eher eine Quelle für Instabilität, als dass sie externe Einflüsse dämpfen könne, sagte Arnor Sighvatsson der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" vom Freitag. "Wir bewegen uns auf sehr gefährlichem Terrain." Hauptproblem sei es, die Währung zu stabilisieren, und dafür müssten die Währungshüter Vertrauen in die isländische Krone schaffen. "Ginge das Vertrauen vollends verloren, gäbe es einen Teufelskreis mit zerstörerischer Gewalt, der die Krone weiter fallen lässt und die Inflation noch mehr anheizt."
Die Einführung des Euro würde das Wirtschaftssystem Islands vermutlich stabilisieren, sagte Sighvatsson weiter. Ein Beitritt zur Europäischen Union, was Voraussetzung dafür wäre, sei aus politischen Gründen derzeit aber nicht durchsetzbar. Island gehört seit Anfang der 90er Jahre zum Europäischen Wirtschaftsraum (EWR).
Neben dem hohen Außenhandelsdefizit sei auch der große Finanzsektor ein Risiko für Islands Wirtschaft, sagte der Zentralbanker. Weil die Kreditinstitute den größten Teil ihrer Geschäfte in Ausland machten, habe die Notenbank hier kaum einen Einfluss. Angst vor Hedge-Fonds müsse das Land jedoch nicht haben, auch wenn diese manchmal zu Schwierigkeiten beitragen könnten. Die isländische Regierung befürchtet, dass die Fonds die Krone ins Visier genommen haben und auf einen weiteren Verfall der Währung wetten. Die Krone ist zum Euro von 82 auf 120 gefallen und gehört damit zu den prominentesten Opfern der Finanzkrise.
amc/bek
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<ECONCH>
Angaben in Prozent, wenn nicht anders angegeben.
Letztes Update: 8. Mai: Arbeitslosenquote für April
--- VERBRAUCHERPREISE Apr 08 Mär 08 Apr 07
Index 103,6 102,8 101,3
Jahresteuerung 2,3 2,6 0,5
- Inlandgüter 1,4 1,4 1,0
- Importgüter 4,5 6,0 -0,9
Kerninflation 1 1,3 1,4 0,5
NOTE: Kerninflation 1: ohne Nahrung, Getränke, Tabak,
Saisonprodukte, Energie und Treibstoffe
Basis Dezember 2005=100. Quelle: BfS
--- PRODUZENTEN-/IMPORTPREISE Mär 08 Feb 08 Mär 07
Gesamtindex 109,9 109,3 105,9
- Monatsteuerung 0,6 0,2 0,3
- Jahresteuerung 3,9 3,6 2,4
NOTE: Basis Mai 2003=100. Quelle: BfS
--- ARBEITSMARKT Apr 08 Mär 08 Apr 07
Arbeitslosenquote 2,6 2,6 2,9
Saisonbereinigte Quote 2,6 2,5 2,9
Zahl der Arbeitslosen 100.880 103.777 112.829
Quelle: Seco
--- KOF-KONJUNKTURBAROMETER Apr 08 Mär 08 Feb 08
1,20 1,40 1,59
NOTE: Die Vormonatswerte sind revidiert. Quelle: KOF
--- EINKAUFSMANAGERINDEX (PMI)
(Punkte) Apr 08 Mär 08 Feb 08
Gesamtindex saisonbereinigt 56,7 55,3 60,5
Quelle: Credit Suisse und SVME
--- ZEW-INDEX (Punkte) Apr 08 Mär 08 Feb 08
Saldo Konjunkturerwartungen -71,4 -71,7 -55,6
Saldo Lageeinschätzung 65,3 69,6 72,2
Quelle: Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung und
Credit Suisse
--- KONSUMENTENSTIMMUNG Jan 08 Okt 07 Jul 07
(Punkte) +14 +15 +15
NOTE: Die Konsumentenstimmung wird vom Seco quartalsweise
bei rund 1100 Haushalten erhoben
--- AUSSENHANDEL
(Millionen sfr) Mär 08 Feb 08 Mär 07
Saldo 1.246,4 1.504,4 668,5
Einfuhren 15.203,8 15.804,6 16.491,7
Ausfuhren 16.450,1 17.309,1 17.160,2
NOTE: Die Angaben beziehen sich auf Total 1 (ohne
Edelmetalle, Edelsteine, Kunst und Antiquitäten). Die
Vergleichszahlen sind revidiert.
--- DETAILHANDEL Feb 08 Jan 08 Feb 07
Total 7,6 1,3 4,5
Nahrungsmittel, Getränke, Tabak 10,7 2,4 1,0
Bekleidung, Schuhe -2,4 -6,1 8,6
Übrige Gruppen 8,8 3,1 5,9
NOTE: Reale Veränderung gegenüber Vorjahresmonat.
Quelle: BfS
--- BRUTTOINLANDPRODUKT
BIP ZUM VORQUARTAL Q4/07 Q3/07 Q2/07 Q1/07
Bruttoinlandsprodukt (BIP) 1,0 0,9 1,0 0,7
Konsumausgaben 0,3 0,6 0,5 0,6
- private Haushalte 0,4 0,8 0,6 0,7
- Staat -0,1 -0,7 0,2 -0,1
Bruttoanlageinvestitionen 0,4 -2,8 2,9 0,1
- Ausrüstungen -0,6 -3,8 8,2 0,6
- Bau 1,8 -1,4 -3,7 -0,4
Inländische Endnachfrage 0,3 -0,2 1,1 0,5
Inlandnachfrage 2,2 -0,2 0,9 -1,7
Exporte 0,3 2,5 1,3 2,6
- Waren ohne Wertsachen -0,5 1,9 1,3 1,7
- Dienstleistungen 3,5 3,6 5,1 2,2
Gesamtnachfrage 1,5 0,8 1,0 -0,1
Importe 2,5 0,6 1,3 -1,8
- Waren ohne Wertsachen 2,3 -0,1 0,4 0,6
- Dienstleistungen 4,0 5,0 1,7 1,7
NOTE: BIP nach Verwendungsarten, reale und saisonbereinigte
Werte. Qelle: Seco
BIP ZUM VJ-QUARTAL Q4/07 Q3/07 Q2/07 Q1/07
Bruttoinlandsprodukt (BIP) 3,6 3,0 3,0 2,7
Konsumausgaben 1,9 2,1 1,5 1,5
- private Haushalte 2,4 2,6 1,5 1,8
- Staat -0,7 -0,3 1,6 -0,2
Bruttoanlageinvestitionen 0,7 1,5 5,1 3,6
- Ausrüstungen 4,1 6,9 12,3 5,7
- Bau -3,6 -5,1 -3,4 1,0
Inländische Endnachfrage 1,6 2,0 2,4 2,0
Inlandnachfrage 1,4 0,1 -0,7 0,2
Exporte 6,5 11,5 12,3 9,5
- Waren ohne Wertsachen 4,4 9,6 9,5 10,4
- Dienstleistungen 14,0 17,5 16,9 6,3
Gesamtnachfrage 3,3 4,2 3,9 3,6
Importe 2,5 6,9 5,9 5,6
- Waren ohne Wertsachen 3,2 8,3 7,3 7,0
- Dienstleistungen 13,7 5,1 6,1 7,6
NOTE: BIP nach Verwendungsarten, reale Ursprungswerte.
Qelle: Seco
BIP-JAHRESWERTE 2007 2006 2005
Bruttoinlandsprodukt (BIP) 3,1 3,2 2,4
Konsumausgaben 1,8 1,1 1,6
- private Haushalte 2,1 1,5 1,8
- Staat 0,1 -1,4 0,5
Bruttoanlageinvestitionen 2,7 4,1 3,8
- Ausrüstungen 7,2 8,9 4,0
- Bau -2,9 -1,4 3,5
Inländische Endnachfrage 2,0 1,7 2,1
Inlandnachfrage 0,3 1,4 1,8
Exporte 9,9 9,9 7,3
- Waren ohne Wertsachen 8,4 11,3 5,8
- Dienstleistungen 13,7 6,8 11,2
Gesamtnachfrage 3,7 4,3 3,6
Importe 5,2 6,9 6,7
- Waren ohne Wertsachen 6,4 7,4 5,6
- Dienstleistungen 8,0 2,7 11,6
NOTE: BIP nach Verwendungsarten zu Preisen des Vorjahres.
Quelle: BfS
--- INDUSTRIEPRODUKTION Q4/07 Q3/07 Q2/07 Q1/07
Auftragseingang 9,3 15,3 13,7 10,6
Produktion 9,1 10,9 10,1 7,2
Umsatz 8,0 12,7 11,6 8,6
NOTE: Veränderungsrate gegenüber Vorjahresquartal, ohne
Baugewerbe. Die Werte für das Vorquartal sind
revidiert. Quelle: BfS
--- KONJUNKTURPROGNOSEN
Prognose- BIP real
institut/Bank 2008 2009
SNB 1,5-2,0
Seco 1,9 1,5
KOF/ETH 2,1 2,0
OECD 2,0 2,0
IWF <1,5 <1,5
BAK Basel 2,1 2,0
Credit Suisse 1,9 1,6
UBS 2,3 1,4
Prognose- Jahresteuerung Arbeitslosenquote
institut/Bank 2008 2009 2010 2008 2009
SNB 2,0 1,4 1,4
Seco 1,7 1,0 2,5 2,6
KOF/ETH 1,7 1,1 2,3 2,3
OECD 1,5 1,4 3,2 3,0
IWF
BAK Basel 1,7 1,3 2,4 2,4
Credit Suisse 1,5 1,2 2,6 2,7
UBS 1,8 1,4 2,4 2,5
((Redaktion Swiss Investor News, Tel: +41 58 306 7342, Fax:
+41 44 251 0476, Mail: zurich.newsroom@news.reuters.com))
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