Zürich, 09. Mai (Reuters) - Eine durch die schwächeren Aktienbörsen ausgelöste wachsende Risikoaversion der internationalen Anleger hat am Freitag Dollar und Euro gegenüber dem Schweizer Franken schwächer tendieren lassen.
Vor dem Hintergrund von Nachrichten wie der, dass der weltgrösste Versicherer American International Group (AIG) wegen der US-Kreditmarktkrise den höchsten Quartalsverlust seiner Geschichte eingefahren hat, war kurzfristig Sicherheit gefragt. Und die bieten Währungen wie Yen und Franken.
Dass die USA angesichts der konjunkturellen Abkühlung ihr Aussenhandelsdefizit im März unerwartet kräftig abgebaut haben, unterstützte die US-Devise nur vorübergehend. Der Rückgang war eine Folge sinkender Importe und dieser Trend könnte durch den scheinbar unaufhaltsam steigenden Ölpreis bald wieder gebrochen werden. Zudem dürfte der hohe Ölpreis den Privatkonsum in den USA belasten und das ist der wichtigste Konjunkturtreiber der grössten Volkswirtschaft der Welt.
Auf jeden Fall wurden die optimistischen Ausführungen von US-Finanzminister Henry Paulson vom vergangenen Donnerstag, wonach die Kreditkrise ihrem Ende näher sei als ihrem Anfang, wieder mit kräftigen Fragezeichen versehen.
Der Dollar <CHF=> notierte zum Bankenschluss in Zürich bei 1,0449/52 (Vorabend 1,0491/94) Franken nach einem Tagestief bei 1,0390 Franken.
Der Euro<EURCHF=> ermässigte auf 1,6124/27 (1,6182/85) Franken nach einem Tief bei 1,6066 Franken am früheren Nachmittag. Bei 1,6100/20 Franken schien der Euro aber gut unterstützt zu sein. Ein Rückgang auf 1,6000 Franken sei aber nicht auszuschliessen.
ajs/och
((Redaktion Swiss Investor News, Tel: +41 58 306 7342, Fax: +41 44 251 0476, Mail: zurich.newsroom@news.reuters.com))
(neu: US-Daten)
Frankfurt, 09. Mai (Reuters) - Der Euro<EUR=> hat am Freitag seine Vortagesgewinne verteidigt. Die Gemeinschaftswährung kletterte auf 1,5440 Dollar nach 1,5403 Dollar im späten US-Geschäft am Donnerstag. Aussagen von EZB-Chef Jean-Claude Trichet hatten der Gemeinschaftswährung am Donnerstag Auftrieb verliehen. Trichet hatte keine Hinweise auf Zinssenkungen gegeben und statt dessen betont, dass der Preisstabilität nach wie vor oberste Priorität eingeräumt wird. "Wir sehen aber nach wie vor das Risiko, dass der Euro zum Dollar die Korrekturbewegung fortsetzt, da die Zuversicht bezüglich der US-Wirtschaft und die Idee einer Zinspause der Fed weiterhin im Markt dominieren", stellte Commerzbank-Analystin Antje Preaefcke fest. Enttäuschende Konjunkturdaten aus der Euro-Zone sowie überraschend robuste US-Daten hatten dem Dollar zuletzt wieder Rückenwind gegeben und den Euro auf ein Zwei-Monats-Tief unter 1,53 Dollar gedrückt.
"Es hängt im Moment auch viel an der Marktpsychologie. Seit einiger Zeit wird das Ende der Krise gespielt. Negative Nachrichten aus den USA werden eher ausgeblendet und rufen nicht mehr zwingend eine Dollar-Schwäche hervor", sagte ein Marktteilnehmer. Dennoch gebe es im Markt eine deutliche Kaufbereitschaft für den Euro bei Kursen um 1,53 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) legte den Euro-Referenzkurs am Mittag mit 1,5458 nach 1,5347 Dollar am Vortag fest.
ISLÄNDISCHE KRONE UNTER DRUCK
Kommentare eines Zentralbankers haben die isländische Krone<EURISK=> am Freitag auf Talfahrt geschickt. Der Euro stieg zeitweise über anderthalb Prozent auf 123,40 Kronen und war damit im Vergleich zu der Inselwährung so teuer wie seit Ende März nicht mehr. Seit Ausbruch der internationalen Finanzkrise im Sommer 2007 hat die isländische Krone damit rund ein Drittel ihres Wertes eingebüßt.
Der Chefvolkswirt der isländischen Zentralbank hatte vor Gefahren für die Wirtschaft durch die starken Wechselkursschwankungen gewarnt. Die Währung sei eher eine Quelle für Instabilität, als dass sie externe Einflüsse dämpfen könne, sagte Arnor Sighvatsson der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Freitagausgabe). "Wir bewegen uns auf sehr gefährlichem Terrain."
STAATSANLEIHEN STEIGEN
Angesichts von Kursverlusten am Aktienmarkt fragten Investoren als sicher geltende Anlagen wie Rentenpapiere nach. Der Bund-Future<FGBLc1> stieg um 47 Ticks auf 114,88 Zähler. Die zehnjährige Bundesanleihe<EU10YT=RR> rentierte mit 4,024 Prozent. Die Umlaufrendite öffentlicher Anleihen<ESZB/BBK06> notierte bei 4,05 (4,15) Prozent. Der Rex-Rentenindex<.GREX> lag 0,5 Prozent im Plus bei 118,1594 Zählern.
leh/zwi
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<0#USBMK=> Benchmarks US-Staatsanleihen
<0#DEBMK=> Benchmarks deutsche Staatsanleihen
<ESZB/BBK> Bundesbank, eigene Seiten
(neu: US-Daten)
Frankfurt, 09. Mai (Reuters) - Der Euro<EUR=> hat am Freitag seine Vortagesgewinne verteidigt. Die Gemeinschaftswährung kletterte auf 1,5440 Dollar nach 1,5403 Dollar im späten US-Geschäft am Donnerstag. Aussagen von EZB-Chef Jean-Claude Trichet hatten der Gemeinschaftswährung am Donnerstag Auftrieb verliehen. Trichet hatte keine Hinweise auf Zinssenkungen gegeben und statt dessen betont, dass der Preisstabilität nach wie vor oberste Priorität eingeräumt wird. "Wir sehen aber nach wie vor das Risiko, dass der Euro zum Dollar die Korrekturbewegung fortsetzt, da die Zuversicht bezüglich der US-Wirtschaft und die Idee einer Zinspause der Fed weiterhin im Markt dominieren", stellte Commerzbank-Analystin Antje Preaefcke fest. Enttäuschende Konjunkturdaten aus der Euro-Zone sowie überraschend robuste US-Daten hatten dem Dollar zuletzt wieder Rückenwind gegeben und den Euro auf ein Zwei-Monats-Tief unter 1,53 Dollar gedrückt.
"Es hängt im Moment auch viel an der Marktpsychologie. Seit einiger Zeit wird das Ende der Krise gespielt. Negative Nachrichten aus den USA werden eher ausgeblendet und rufen nicht mehr zwingend eine Dollar-Schwäche hervor", sagte ein Marktteilnehmer. Dennoch gebe es im Markt eine deutliche Kaufbereitschaft für den Euro bei Kursen um 1,53 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) legte den Euro-Referenzkurs am Mittag mit 1,5458 nach 1,5347 Dollar am Vortag fest.
ISLÄNDISCHE KRONE UNTER DRUCK
Kommentare eines Zentralbankers haben die isländische Krone<EURISK=> am Freitag auf Talfahrt geschickt. Der Euro stieg zeitweise über anderthalb Prozent auf 123,40 Kronen und war damit im Vergleich zu der Inselwährung so teuer wie seit Ende März nicht mehr. Seit Ausbruch der internationalen Finanzkrise im Sommer 2007 hat die isländische Krone damit rund ein Drittel ihres Wertes eingebüßt.
Der Chefvolkswirt der isländischen Zentralbank hatte vor Gefahren für die Wirtschaft durch die starken Wechselkursschwankungen gewarnt. Die Währung sei eher eine Quelle für Instabilität, als dass sie externe Einflüsse dämpfen könne, sagte Arnor Sighvatsson der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Freitagausgabe). "Wir bewegen uns auf sehr gefährlichem Terrain."
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Angesichts von Kursverlusten am Aktienmarkt fragten Investoren als sicher geltende Anlagen wie Rentenpapiere nach. Der Bund-Future<FGBLc1> stieg um 47 Ticks auf 114,88 Zähler. Die zehnjährige Bundesanleihe<EU10YT=RR> rentierte mit 4,024 Prozent. Die Umlaufrendite öffentlicher Anleihen<ESZB/BBK06> notierte bei 4,05 (4,15) Prozent. Der Rex-Rentenindex<.GREX> lag 0,5 Prozent im Plus bei 118,1594 Zählern.
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Washington, 09. Mai (Reuters) - Angesichts der konjunkturellen Abkühlung haben die USA ihr Außenhandelsdefizit im März unerwartet kräftig abgebaut. Der Fehlbetrag fiel um 5,7 Prozent auf 58,2 Milliarden Dollar, wie das US-Wirtschaftsministerium am Freitag mitteilte. Im Februar betrug das Defizit revidierten Zahlen zufolge 61,7 Milliarden Dollar. Analysten hatten für den März im Schnitt mit 61,30 Milliarden Dollar gerechnet.
Die Importe verringerten sich um 2,9 Prozent auf 206,7 Milliarden Dollar. Dies ist der stärkste Rückgang seit Ende 2001 - wenige Monate nachdem die USA von den Anschlägen des 11. September erschüttert worden waren. Ausdruck der konjunkturellen Abkühlung in den USA ist insbesondere die geringere Nachfrage nach wichtigen Importgütern bei Verbrauchern aber auch in der Industrie: Dies ist etwa an den rückläufigen Bestellungen für ausländische Autos und Industriegüter abzulesen. Im Vormonat waren die Einfuhren noch um 2,6 Prozent gestiegen.
Die Exporte verringerten sich im März hingegen nur um 1,7 Prozent auf 148,5 Milliarden Dollar. Im Februar hatten sie um 1,8 Prozent angezogen.
Der Fehlbetrag in der US-Handels- und Leistungsbilanz wird an den Märkten mit großer Aufmerksamkeit beobachtet. Zur Finanzierung des Fehlbetrags benötigen die USA massive Kapitalzuflüsse aus dem Ausland. Bleiben diese aus, droht eine Dollar-Abwertung mit entsprechenden Auswirkungen für die Weltwirtschaft.
Im Blick der Märkte steht besonders das US-Handelsdefizit mit China. Dieses fiel im März auf 16,08 Milliarden Dollar. Die USA werfen China vor, sich mit einem künstlich niedrig gehaltenen Yuan-Wechselkurs unfaire Vorteile am Weltmarkt zu sichern. Das US-Handelsdefizit mit der EU stieg hingegen auf 7,49 Milliarden Dollar.
bek/amc
Washington, 09. Mai (Reuters) - Angesichts der konjunkturellen Abkühlung haben die USA ihr Außenhandelsdefizit im März unerwartet kräftig abgebaut. Der Fehlbetrag fiel um 5,7 Prozent auf 58,2 Milliarden Dollar, wie das US-Wirtschaftsministerium am Freitag mitteilte. Im Februar betrug das Defizit revidierten Zahlen zufolge 61,7 Milliarden Dollar. Analysten hatten für den März im Schnitt mit 61,30 Milliarden Dollar gerechnet.
Die Importe verringerten sich um 2,9 Prozent auf 206,7 Milliarden Dollar. Dies ist der stärkste Rückgang seit Ende 2001 - wenige Monate nachdem die USA von den Anschlägen des 11. September erschüttert worden waren. Ausdruck der konjunkturellen Abkühlung in den USA ist insbesondere die geringere Nachfrage nach wichtigen Importgütern bei Verbrauchern aber auch in der Industrie: Dies ist etwa an den rückläufigen Bestellungen für ausländische Autos und Industriegüter abzulesen. Im Vormonat waren die Einfuhren noch um 2,6 Prozent gestiegen.
Die Exporte verringerten sich im März hingegen nur um 1,7 Prozent auf 148,5 Milliarden Dollar. Im Februar hatten sie um 1,8 Prozent angezogen.
Der Fehlbetrag in der US-Handels- und Leistungsbilanz wird an den Märkten mit großer Aufmerksamkeit beobachtet. Zur Finanzierung des Fehlbetrags benötigen die USA massive Kapitalzuflüsse aus dem Ausland. Bleiben diese aus, droht eine Dollar-Abwertung mit entsprechenden Auswirkungen für die Weltwirtschaft.
Im Blick der Märkte steht besonders das US-Handelsdefizit mit China. Dieses fiel im März auf 16,08 Milliarden Dollar. Die USA werfen China vor, sich mit einem künstlich niedrig gehaltenen Yuan-Wechselkurs unfaire Vorteile am Weltmarkt zu sichern. Das US-Handelsdefizit mit der EU stieg hingegen auf 7,49 Milliarden Dollar.
bek/amc
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