- von Christina Amann -
Berlin, 15. Mai (Reuters) - Trotz einer etwas geringeren Teuerung ist für die Verbraucher in Deutschland vorerst keine Entspannung in Sicht. Im April stiegen die Preise in Deutschland zwar nur noch um 2,4 Prozent und damit weniger als im März. Aber: "Wir wissen angesichts der Entwicklung einiger Preise wie für Energie, dass im Mai ein neuer Schub droht", sagte Konjunkturexperte Joachim Scheide vom Institut für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel am Donnerstag. Wegen des Inflationsdrucks auch bei Lebensmitteln hoben professionelle Beobachter der Europäischen Zentralbank (EZB) ihre Prognose für den Euro-Raum in diesem Jahr deutlich an. Erst für 2009 erwarten Experten einen Rückgang des Preisanstiegs.
Entscheidend für die weitere Entwicklung in den kommenden Monaten sei, ob der Ölpreis weiter steige, sagte Scheide. "Er könnte uns einen Strich durch die Rechnung machen." In diesem Jahr werde die Inflation im Schnitt wohl bei 2,6 Prozent landen, dabei würden jedoch konstante Rohstoffpreise unterstellt. Erst 2009 dürfte die Teuerung nach Schätzung von Instituten zwei Prozent erreichen und sich damit wieder der EZB-Zielmarke annähern. "Die niedrigen Inflationsraten der 90er Jahre wird es aber auf absehbare Zeit nicht mehr geben", sagte der Konjunkturchef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin, Christian Dreger.
Zuletzt waren die Erzeugerpreise kräftig gestiegen, die Teuerung im Großhandel lag sogar in der Nähe ihres 26-Jahres-Hochs. Sie gelten als Indikatoren für die Teuerung, weil der Handels höhere Einkaufspreise an die Verbraucher weiterreicht. Groß- und Einzelhandelsverband gehen aber davon aus, dass die Unternehmen wegen des starken Wettbewerbs nur einen Teil der Mehrkosten auf die Kunden abwälzen können.
FRÜHES OSTERFEST GRUND FÜR RÜCKGANG DER TEUERUNG
In Deutschland führte vor allem der Preisrückgang bei Pauschalreisen zum Rückgang der Teuerungsrate auf 2,4 Prozent. Damit bestätigte das Statistische Bundesamt eine frühere Schätzung. Im März hatte die Inflation noch 3,1 Prozent erreicht. In der Euro-Zone sank die nach einer anderen Methode berechnete Teuerung auf 3,3 Prozent nach 3,6 Prozent im März. Auf dieser Basis erwarten die EZB-Beobachter für dieses Jahr eine Inflation von 3,0 Prozent, einen halben Prozentpunkt mehr als zuvor.
Auf Monatssicht fielen die deutschen Preise sogar. Nach Einschätzung des Wirtschaftsweisen Peter Bofinger hat die Preisentwicklung damit ihren Höhepunkt erreicht. "Der Gipfel ist überschritten." Für die relativ niedrige Teuerungsrate im April waren zwei Sondereinflüsse maßgebend: So fiel das Osterfest und die damit verbundenen Preiserhöhungen diesmal in den März, Pauschalreisen und Übernachtungen verbilligten sich deswegen im April. Auch ein statistischer Effekt dämpfte den Preisauftrieb: Im vergangenen Jahr wurden in einigen Bundesländern Studiengebühren eingeführt, was die Teuerung im Bildungsbereich antrieb. Dieser zusätzliche Schub fiel nun weg.
Bei Lebensmitteln und Energie ist dagegen keine Entspannung in Sicht: Brot und Getreideprodukte kosteten 8,8 Prozent mehr, Molkereiprodukte wie Milch oder Butter gar 24 Prozent. Dagegen verbilligte sich Gemüse. Auch Autofahren wurde deutlich teurer: Benzin und Diesel verteuerten sich um 5,8 beziehungsweise 17,2 Prozent.
amc/cal
Berlin, 15. Mai (Reuters) - Den deutschen Verbrauchern ist im April ein neuerlicher Teuerungsschub erspart geblieben. Die Verbraucherpreise stiegen um 2,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, bestätigte das Statistische Bundesamt am Donnerstag eine frühere Schätzung. Im März hatte die Teuerungsrate noch 3,1 Prozent betragen. Im Vergleich zum Vormonat gaben die Preise sogar um 0,2 Prozent nach.
Zwei Sondereinflüsse waren für die relativ niedrige Teuerungsrate im April maßgebend. Pauschalreisen verbilligten sich, weil das Osterfest und die damit verbundenen saisonüblichen Preiserhöhungen diesmal schon auf den März fielen. Urlaubsreisen kosteten deshalb 7,4 Prozent weniger als im April 2007. Auch ein statistischer Effekt dämpfte den Preisauftrieb: Im vergangenen Jahr wurden in einigen Bundesländern Studiengebühren eingeführt, was die Teuerung im Bildungsbereich antrieb. Dieser zusätzliche Schub fiel nun weg.
Bei Lebensmitteln und Energie ist dagegen keine Entspannung in Sicht: Brot und Getreideprodukte kosteten 8,8 Prozent mehr, Molkereiprodukte wie Milch oder Butter gar 24 Prozent. Dagegen verbilligte sich Gemüse. Auch Autofahren wurde deutlich teurer: Benzin und Diesel verteuerten sich um 5,8 beziehungsweise 17,2 Prozent.
Trotz der jüngsten Abschwächung liegt die Inflation weiterhin über der Zielmarke der Europäischen Zentralbank (EZB) von knapp unter zwei Prozent. Der Rückgang dürfte Druck von den Notenbankern nehmen, die Zinsen mittelfristig weiter anzuheben.
amc/hel
Frankfurt, 09. Mai (Reuters) - Der Ölpreis hat seine Rekordjagd am Freitag beschleunigt. Am Mittag übersprang der Preis für die US-Sorte WTI<CLc1> erstmals die Marke von 125 Dollar je Barrel (159 Liter). Er kletterte bis auf 125,12 Dollar und notierte anschließend 0,9 Prozent höher bei 124,85 Dollar. Nordsee-Öl Brent<LCOc1> legte 1,3 Prozent auf 124,40 Dollar zu.
Händlern zufolge wurde der Ölpreis von Käufen durch Investment-Fonds getrieben. Zudem sorge die Furcht vor Versorgungsengpässe für steigende Preise.
leh/ers
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08:16 DAX-FUTURE RUTSCHT INS MINUS
Zum Handelsstart am Freitag ist der Dax-Future<FDXc1> ins Minus gerutscht. Er verlor 46 Punkte auf 7057,5 Stellen. Am Renten-Markt legte der Bund-Future<FGBLc1> dagegen zehn Ticks auf 114,63 Punkte zu. Die zehnjährige Bundesanleihe<EU10YT=RR> notierte elf Ticks höher bei 99,550 Punkten und rentierte bei 4,053 Prozent. Der Euro<EUR=> kostete mit 1,5456 Dollar rund einen halben US-Cent mehr als zum New Yorker Handelsschluss des Vortages.
ers/brn
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08:03 INVESTMENT-FONDS TREIBEN ÖLPREIS WEITER HOCH
Der verstärkte Einstieg von Investment-Fonds in den Rohstoffmarkt hat den Ölpreis am Freitag auf ein neues Rekordhoch getrieben. Die wichtige US-Sorte WTI<CLc1> verteuerte sich um ein knappes Prozent auf bis zu 124,73 Dollar je Barrel (159 Liter). Nordsee-Öl Brent<LCOc1> legte in ähnlichem Umfang auf 124,03 Dollar zu. "Da sich die Kurse zuletzt sehr gut entwickelt haben, investieren Fonds verstärkt in den Erdöl-Markt", sagte Analyst Tatsuo Kageyama von Kanetsu Asset Management in Tokio. Daneben sorge auch die Furcht vor Versorgungsengpässen für steigende Preise. "Die Geschwindigkeit des Anstiegs ist aber zu hoch."
ers/brn
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07:52 DAX ZUM WOCHENSCHLUSS TIEFER ERWARTET
Zum Abschluss der Börsenwoche wird der Dax<.GDAXI> Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge an diesem Freitag mit einem Minus in den Handel starten. Am Donnerstag hatte er wenig verändert bei 7071,90 Zählern geschlossen.
An der Wall Street hatten sich die US-Indizes nach Börsenschluss in Deutschland kaum bewegt. Der Dow Jones<.DJI> schloss 0,4 Prozent höher bei 12.866,78 Stellen. Der Nasdaq<.IXIC> gewann 0,5 Prozent auf 2451,24 Punkte. In Tokio gab der Nikkei-Index<.N225> am Freitag zwei Prozent auf 13.664,99 Punkte nach.
ers/mer
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Frankfurt, 08. Mai (Reuters) - Die Sätze für Tagesgeld haben am Donnerstag weiter nachgegeben. Händler nannten am Mittag Sätze von 3,97 bis 4,01 Prozent nach 4,02 bis 4,05 Prozent am Vortag. "Die Tendenz geht Richtung 3,95 Prozent und wird sich wohl noch verstärken", sagte ein Disponent. Marktteilnehmern zufolge sinken die Sätze, weil die EZB zuletzt stets mehr Liquidität als vom Markt benötigt zur Verfügung gestellt habe.
Der Referenzzinssatz Eonia<EONIA> fiel per Mittwochabend auf 4,048 Prozent nach 4,062 Prozent am Dienstag.
saf/ers
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11:47 ÖLPREIS GIBT NACH REKORDHOCH ETWAS NACH
Der Ölpreis ist im frühen Geschäft am Donnerstag bis auf knapp 124 Dollar gestiegen, gab im Handelsverlauf aber wieder etwas nach. Händler erklärten die Abgaben mit dem anziehenden Dollar<EUR=>.
Am Mittag kostete ein Barrel leichtes US-Rohöl der Sorte WTI<CLc1> rund 123 Dollar und damit rund 50 Cent weniger als im späten US-Geschäft. Das am Vormittag markierte Rekordhoch lag bei 123,87 Dollar.
Der Preis für die in Europa führende Nordseesorte Brent<LCOc1> sank um 46 Cent auf 121,86 Dollar.
Seit Jahresbeginn hat sich Öl um rund 30 Prozent verteuert; zum großen Teil getrieben von Lieferschwierigkeiten wegen geopolitischer Spannungen sowie eines stetig steigenden Bedarfs von Schwellenländern wie China und Indien.
kir/saf
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08:08 DAX-FUTURE STARTET IM MINUS
Belastet von Kursverlusten an der Wall Street und in Tokio ist der Dax-Future<FDXc1> zur Eröffnung am Donnerstag ins Minus gerutscht. Er fiel in den ersten Handelsminuten um 58,5 Punkte auf 7065,5 Stellen.
Am Rentenmarkt stieg dagegen der Bund-Future<FGBLc1> um 24 Ticks auf 113,81 Punkte. Die zehnjährige Bundesanleihe<EU10YT=RR> notierte 25 Ticks höher bei 98,780 Punkten und rentierte bei 4,152 Prozent. Der Euro<EUR=> kostete mit 1,5324 Dollar rund ein Dreiviertel US-Cent weniger als zum New Yorker Handelsschluss des Vortages.
ers/ban
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07:47 DAX WEGEN SCHWACHER VORGABEN TIEFER GESEHEN
Nach Kursverlusten an den Börsen in New York und Tokio wird der Dax<.GDAXI> Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge am Donnerstag mit einem Minus von knapp einem Prozent in den Handel starten. Am Mittwoch hatte er 0,8 Prozent höher bei 7076,25 Zählern geschlossen.
An der Wall Street hatten die US-Indizes nach Börsenschluss in Deutschland ihre Verluste ausgebaut. Der Dow Jones<.DJI> schloss 1,6 Prozent tiefer bei 12.814,35 Stellen. Der Nasdaq<.IXIC> verlor 1,8 Prozent auf 2438,49 Punkte. In Tokio gab der Nikkei-Index<.N225> am Donnerstag 0,8 Prozent auf 13.985,11 Punkte nach.
ers/zwi
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London, 30. Apr (Reuters) - Die Zinsen in der Euro-Zone dürften einer Umfrage zufolge in diesem Jahr auf 3,5 Prozent sinken. Im Schnitt erwarteten die mehr als 80 von Reuters befragten Volkswirte bis Ende des dritten Quartals einen Leitzins von 3,75 Prozent. Bis Ende des Jahres werde dann ein weiterer Zinsschritt um 25 Basispunkte folgen. Die Experten waren sich jedoch einig darin, dass die Währungshüter bei der Sitzung am 8. Mai den Leitzins unverändert bei 4,0 Prozent lassen dürften.
amc/kla
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