Zürich, 23. Mai (Reuters) - Die Schweizer Obligationenbörse ist am Montagvormittag leicht abgebröckelt. Das Geschäft verlief laut Händlern wegen Feiertagen in England und in den USA in ruhigen Bahnen. Das heisse aber nicht, dass nichts los gewesen wäre. Vielmehr würden verschiedene Transaktionen für den Primärmarkt vorbereitet, die im Laufe der Woche noch kommen sollen. Im Sekundärmarkt dagegen dominierten Retailaufträge.
Die Themen, die den Markt beherrschen, haben sich nicht geändert. Nach wie vor stehen der hohe Ölpreis, Konjunkturdaten und die Inflationsängste im Zentrum des Interesses. Auch hält die Diskussion darüber an, ob es im laufenden Jahr nun noch eine Zinssenkung in Europa gibt oder nicht.
Zudem sind aufgrund der Abwärtsbewegung an den Aktienmärkten auch die Zinsdifferenzen der Unternehmensanleihen zu den Swapsätzen, die "Credit Spreads", wieder etwas gestiegen.
Der Juni-Conf<CONFc1> notierte gegen Mittag um zwölf Basispunkte tiefer auf 123,67 Prozent. Es wurden 78 Kontrakte umgesetzt.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) bot bei ihrer täglichen Repoauktion weiterhin Liquidität für eine Woche zu 1,90 Prozent an. Der zehnjährige Kassazinssatz stieg auf 3,20 (Freitag 3,18) Prozent. Für das in London ermittelte Risikobarometer Itraxx Crossover Index <ITCRS5EA=GFI> war wegen des Feiertags in London kein Kurs erhältlich. Am Freitag notierte es mit 449 Punkten.
HÄNDLERZITATE
* "Es ist sehr ruhig. Man spürt den Feiertag in England und am Nachmittag wird es wegen des Memorial Day in den USA auch nicht aktiver werden."
* "Es kommt aber immer etwas auf den Markt. Die Nachfrage wird in allen Segmenten, Laufzeiten und zum Teil auch Qualitäten versorgt."
* "Die Meinungen über die Zinsen gehen auseinander. Das hängt schon davon ab, ob und wie stark die Konjunktur in Europa noch von der Kreditkrise und deren Folgen beeinträchtig wird."
Für die Eidgenossen wurden folgende Renditen genannt:
Anleihe Rendite Freitag
4,25 Prozent 2017 3,08 3,07
3,0 Prozent 2018 3,09 3,08
3,0 Prozent 2019 3,15 3,14
2,25 Prozent 2020 3,22 3,21
Sfr-Swaps Zinssatz
2 Jahre 3,13/3,21 3,13/3,21
5 Jahre 3,27/3,35 3,27/3,35
10 Jahre 3,52/3,60 3,52/3,60
rpk/och
((Rupert Pretterklieber - Redaktion Swiss Investor News, Tel: +41 58 306 7313, Fax: +41 44 251 0476, Mail: rupert.pretterklieber@reuters.com))
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G10-INDIKATOREN
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Prognose Vorper.
MONTAG, 26. MAI
Keine relevanten Indikatoren vorgemerkt
DIENSTAG, 27. MAI
0800 DE GfK-Konsumklimaindikator Jun 5,8 Ind 5,9
1600 US Verbrauchervertrauen Mai 61,0 Ind 62,3
1600 US Absatz neuer Eigenheime Apr 0,52 Mio 0,53
MITTWOCH, 28. MAI
0800 DE Einfuhrpreise Apr 0,7 vH 0,4
0800 DE ----- J/J Apr 5,5 vH 5,7
1000 EZ Leistungsbilanz EZB SA Mär - Mrd 4,3
1430 US Auftragsein. langleb. Güter Apr -1,9 vH 0,1
1430 US ----- ex Transport Apr -0,5 vH 1,6
- EZ Verbraucherpreise vorläufig Mai 0,4 vH -0,2
- EZ ----- J/J Mai 2,8 vH 2,4
Die Prognosewerte sind Konsensschätzungen von
Reuters-Umfragen. Eine ausführliche Vorschau internationaler
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Angaben in Prozent, wenn nicht anders angegeben.
Letztes Update: 21. Mai: ZEW-Index für Mai
--- VERBRAUCHERPREISE Apr 08 Mär 08 Apr 07
Index 103,6 102,8 101,3
Jahresteuerung 2,3 2,6 0,5
- Inlandgüter 1,4 1,4 1,0
- Importgüter 4,5 6,0 -0,9
Kerninflation 1 1,3 1,4 0,5
NOTE: Kerninflation 1: ohne Nahrung, Getränke, Tabak,
Saisonprodukte, Energie und Treibstoffe
Basis Dezember 2005=100. Quelle: BfS
--- PRODUZENTEN-/IMPORTPREISE Apr 08 Mär 08 Apr 07
Gesamtindex 110,7 109,9 106,8
- Monatsteuerung 0,7 0,6 0,9
- Jahresteuerung 3,6 3,9 2,6
NOTE: Basis Mai 2003=100. Quelle: BfS
--- ARBEITSMARKT Apr 08 Mär 08 Apr 07
Arbeitslosenquote 2,6 2,6 2,9
Saisonbereinigte Quote 2,6 2,5 2,9
Zahl der Arbeitslosen 100.880 103.777 112.829
Quelle: Seco
--- KOF-KONJUNKTURBAROMETER Apr 08 Mär 08 Feb 08
1,20 1,40 1,59
NOTE: Die Vormonatswerte sind revidiert. Quelle: KOF
--- EINKAUFSMANAGERINDEX (PMI)
(Punkte) Apr 08 Mär 08 Feb 08
Gesamtindex saisonbereinigt 56,7 55,3 60,5
Quelle: Credit Suisse und SVME
--- ZEW-INDEX (Punkte) Mai 08 Apr 08 Mär 08
Saldo Konjunkturerwartungen -60,4 -71,4 -71,7
Saldo Lageeinschätzung 64,6 65,3 69,6
Quelle: Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung und
Credit Suisse
--- KONSUMENTENSTIMMUNG Apr 08 Jan 08 Okt 07
(Punkte) +2 +14 +15
NOTE: Die Konsumentenstimmung wird vom Seco quartalsweise
bei rund 1100 Haushalten erhoben
--- AUSSENHANDEL
(Millionen sfr) Mär 08 Feb 08 Mär 07
Saldo 1.246,4 1.504,4 668,5
Einfuhren 15.203,8 15.804,6 16.491,7
Ausfuhren 16.450,1 17.309,1 17.160,2
NOTE: Die Angaben beziehen sich auf Total 1 (ohne
Edelmetalle, Edelsteine, Kunst und Antiquitäten). Die
Vergleichszahlen sind revidiert.
--- DETAILHANDELSUMSATZ Mär 08 Feb 08 Mär 07
Total -2,5 7,6 7,6
Nahrungsmittel, Getränke, Tabak 1,6 10,7 4,7
Bekleidung, Schuhe -16,4 -2,4 12,6
Übrige Gruppen -1,0 8,8 8,2
NOTE: Reale Veränderung gegenüber Vorjahresmonat.
Quelle: BfS
--- BRUTTOINLANDPRODUKT
BIP ZUM VORQUARTAL Q4/07 Q3/07 Q2/07 Q1/07
Bruttoinlandsprodukt (BIP) 1,0 0,9 1,0 0,7
Konsumausgaben 0,3 0,6 0,5 0,6
- private Haushalte 0,4 0,8 0,6 0,7
- Staat -0,1 -0,7 0,2 -0,1
Bruttoanlageinvestitionen 0,4 -2,8 2,9 0,1
- Ausrüstungen -0,6 -3,8 8,2 0,6
- Bau 1,8 -1,4 -3,7 -0,4
Inländische Endnachfrage 0,3 -0,2 1,1 0,5
Inlandnachfrage 2,2 -0,2 0,9 -1,7
Exporte 0,3 2,5 1,3 2,6
- Waren ohne Wertsachen -0,5 1,9 1,3 1,7
- Dienstleistungen 3,5 3,6 5,1 2,2
Gesamtnachfrage 1,5 0,8 1,0 -0,1
Importe 2,5 0,6 1,3 -1,8
- Waren ohne Wertsachen 2,3 -0,1 0,4 0,6
- Dienstleistungen 4,0 5,0 1,7 1,7
NOTE: BIP nach Verwendungsarten, reale und saisonbereinigte
Werte. Qelle: Seco
BIP ZUM VJ-QUARTAL Q4/07 Q3/07 Q2/07 Q1/07
Bruttoinlandsprodukt (BIP) 3,6 3,0 3,0 2,7
Konsumausgaben 1,9 2,1 1,5 1,5
- private Haushalte 2,4 2,6 1,5 1,8
- Staat -0,7 -0,3 1,6 -0,2
Bruttoanlageinvestitionen 0,7 1,5 5,1 3,6
- Ausrüstungen 4,1 6,9 12,3 5,7
- Bau -3,6 -5,1 -3,4 1,0
Inländische Endnachfrage 1,6 2,0 2,4 2,0
Inlandnachfrage 1,4 0,1 -0,7 0,2
Exporte 6,5 11,5 12,3 9,5
- Waren ohne Wertsachen 4,4 9,6 9,5 10,4
- Dienstleistungen 14,0 17,5 16,9 6,3
Gesamtnachfrage 3,3 4,2 3,9 3,6
Importe 2,5 6,9 5,9 5,6
- Waren ohne Wertsachen 3,2 8,3 7,3 7,0
- Dienstleistungen 13,7 5,1 6,1 7,6
NOTE: BIP nach Verwendungsarten, reale Ursprungswerte.
Qelle: Seco
BIP-JAHRESWERTE 2007 2006 2005
Bruttoinlandsprodukt (BIP) 3,1 3,2 2,4
Konsumausgaben 1,8 1,1 1,6
- private Haushalte 2,1 1,5 1,8
- Staat 0,1 -1,4 0,5
Bruttoanlageinvestitionen 2,7 4,1 3,8
- Ausrüstungen 7,2 8,9 4,0
- Bau -2,9 -1,4 3,5
Inländische Endnachfrage 2,0 1,7 2,1
Inlandnachfrage 0,3 1,4 1,8
Exporte 9,9 9,9 7,3
- Waren ohne Wertsachen 8,4 11,3 5,8
- Dienstleistungen 13,7 6,8 11,2
Gesamtnachfrage 3,7 4,3 3,6
Importe 5,2 6,9 6,7
- Waren ohne Wertsachen 6,4 7,4 5,6
- Dienstleistungen 8,0 2,7 11,6
NOTE: BIP nach Verwendungsarten zu Preisen des Vorjahres.
Quelle: BfS
--- INDUSTRIEPRODUKTION Q4/07 Q3/07 Q2/07 Q1/07
Auftragseingang 9,3 15,3 13,7 10,6
Produktion 9,1 10,9 10,1 7,2
Umsatz 8,0 12,7 11,6 8,6
NOTE: Veränderungsrate gegenüber Vorjahresquartal, ohne
Baugewerbe. Die Werte für das Vorquartal sind
revidiert. Quelle: BfS
--- KONJUNKTURPROGNOSEN
Prognose- BIP real
institut/Bank 2008 2009
SNB 1,5-2,0
Seco 1,9 1,5
KOF/ETH 2,1 2,0
OECD 2,0 2,0
IWF <1,5 <1,5
BAK Basel 2,1 2,0
Credit Suisse 1,9 1,6
UBS 2,3 1,4
Prognose- Jahresteuerung Arbeitslosenquote
institut/Bank 2008 2009 2010 2008 2009
SNB 2,0 1,4 1,4
Seco 1,7 1,0 2,5 2,6
KOF/ETH 1,7 1,1 2,3 2,3
OECD 1,5 1,4 3,2 3,0
IWF
BAK Basel 1,7 1,3 2,4 2,4
Credit Suisse 1,5 1,2 2,6 2,7
UBS 1,8 1,4 2,4 2,5
((Redaktion Swiss Investor News, Tel: +41 58 306 7342, Fax:
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Berlin, 24. Mai (Reuters) - Die Europäische Zentralbank (EZB) wird die Inflation in der Eurozone nach Einschätzung ihres Vize-Präsidenten kurzfristig nicht unter zwei Prozent bringen können. Die Währungshüter blieben ihrem Ziel der Preisstabilität aber dennoch verpflichtet, sagte Lucas Papademos der griechischen Zeitung "Ta Nea" (Samstagausgabe), wie aus einem von der EZB vorab veröffentlichten Interview-Manuskript hervorging.
Wegen des starken Anstiegs bei den Energie- und Lebensmittelpreisen sei zu erwarten, dass die Teuerungsrate in den kommenden Monaten eher weiter nahe der Drei-Prozent-Marke liegen werde, sagte Papademos dem Blatt. Erst später in diesem Jahr sei dann mit einem Rückgang zu rechnen; die angestrebte Inflationsrate von knapp unter zwei Prozent sei mittelfristig machbar, fügte er an. Der seit fast einem Jahr unveränderte Leitzins von vier Prozent werde dazu beitragen.
An die Staaten der Eurozone appellierte Papademos, selbst einen Beitrag zur Preisstabilität zu leisten. Dies könne durch solide Haushaltsplanungen und Wirtschaftsreformen geschehen. Keinesfalls dürfe es eine automatische Anpassung der Löhne an die Inflationsentwicklung geben, warnte er.
Die Teuerungsrate im Euro-Raum hatte im März mit 3,6 Prozent den höchsten Stand seit Beginn der Währungsunion erreicht. Im April ging die Inflationsrate nur leicht zurück auf 3,3 Prozent.
kat
Zürich, 23. Mai (Reuters) - Der Dollar hat zum Wochenschluss trotz schwacher Konjunkturdaten aus der Eurozone nachgegeben. Leicht besser als erwartete Daten vom US-Häusermarkt konnten der US-Devise in dem von einem wieder höheren Ölpreis und schwachen Aktienbörsen geprägten Umfeld nur vorübergehend helfen.
Jüngsten Daten aus der Eurozone zufolge stagniert dort der Dienstleistungsbereich und auch ein Indikator aus der Industrie blieb im Mai nur knapp über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten.
Dass sich das am Devisenmarkt nur in Grenzen niederschlug, lag auch daran, dass am Donnerstag teilweise Feiertag war und am Montag die Devisenmärkte in den USA und Grossbritannien geschlossen sind.
Der wieder höhere Ölpreis weckte neue Bedenken, dass die hohen Rohstoffpreise der US-Wirtschaft schaden und sich eine Stagflation abzeichnet. "Das bedeutet, dass die Zinssätze in den USA trotz steigender Inflation niedrig bleiben - und das ist einer der Gründe, weshalb der Dollar schwach bleiben dürfte", sagte Marcus Hettinger von Credit Suisse.
Dass in den USA die Verkäufe bestehender Eigenheime im April weniger zurückgingen als befürchtet unterstütze die US-Währung nur für kurze Zeit.
Auf mittlere Sicht könnte sich der Dollar gegenüber dem Euro am Beginn eines Erholungstrends befinden, hiess es am Freitag in einer Studie von Clariden Leu. Der Devisenspezialist der Bank begründete dies mit einer tendenziell abnehmenden Wachstums- und Zinsdifferenz sowie mit einer Abnahme des US-Leistungsbilanzdefizits. Überdies sei die US-Devise extrem günstig bewertet.
Der Dollar <CHF=> notierte gegen 17.00 Uhr leicht schwächer auf 1,0249/53 (Vorabend 1,0320/24) sfr. Der Euro war zum Franken schwächer und stand bei 1,6158/61 (1,6225/28) sfr nach einem Tagestief auf 1,6135 sfr.
ajs/och
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