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Dow-Analyse und psychologische Aspekte von Investoren hinsichtlich kursrelevanter Daten

Dow-Analyse und psychologische Aspekte von Investoren hinsichtlich kursrelevanter Daten

In seinem Hauptwerk, Allgemeine Theorie der Beschäftigung,
des Zinses und des Geldes (1936), behauptet Keynes, dass "die meisten
professionellen Investoren und Spekulanten sich weniger um genaue langfristige
Prognosen bemühen, sondern aufkommende Trends auf Grundlage einer
konventionellen Einschätzungsmethode nur kurz vor der breiten Masse erfassen".
Dieser Ansatz führte zur ursprünglichen Analyse von Dow, dem Begründer des
gleichnamigen Indexes und des Wall Street Journal. Die Theorie von Dow steht im
Mittelpunkt der technischen Analyse und verdient weitere Beachtung.

Tatsächlich verstand Dow als einer der Ersten die
Wichtigkeit von Begriffen wie "Timing" und Reaktivität. Sein Modell beruht auf
der Idee, wonach es bei Baisse-Phasen in der Kursentwicklung immer mutigere und
besser informierte Investoren gibt, die in Vorahnung einer Kurserholung
("aggressive Käufer", Phase "a" auf dem Grafen) kaufen wollen, wohingegen
Privatinvestoren sich von ihren Wertpapieren trennen. Auf diese Phase folgt die
Verbesserung der Unternehmensergebnisse, was bei Investoren ein Interesse an der
Aktie weckt ("Imitation", Phase "b"). Dieser Verbesserungszeitraum kann bei
Privatinvestoren, die dann an einem in ihren Augen nicht endenden Höhenflug
teilhaben wollen, einen sehr starken Kaufdruck auslösen. Diese Phase stellt für
die ersten Investoren, die eine bevorstehende Trendumkehrung ahnen, die
Gelegenheit zum Verkauf dar ("Verteilung durch aggressive Käufer", Phase "c") -
selbst wenn sich die Kleinanleger dann zu einer Kaufposition entschließen.

 

analyse de dow

 

Diese verschiedenen Analysen gehen von grundlegenden
Aspekten aus, die hier klar definiert werden müssen. Auch wenn Investoren die
Prinzipien einer Hausse oder einer Baisse der Kurse verstehen, bleibt die
Klärung der Frage, wie sich dies grafisch und anhand der Kurse äußert.

Beispielsweise zeichnet sich eine Aufwärtsbewegung durch
immer höhere Tiefstände und eine Abwärtsbewegung durch immer tiefere
Höchststände aus.

Eine solche Analyse der Tendenzen mag irrelevant
erscheinen, doch spielt sie bei der Integration der Berechnungsmethoden für
technische Indikatoren eine tragende Rolle.